Über uns / Philosophie

Erotik und Sex gehören zu den ganz wenigen Konstanten, um die sich das Leben dreht. Aber warum tun wir uns so schwer, mit diesem Thema niveau- und lustvoll umzugehen?

Zwar ist Sex in den Medien allgegenwärtig, aber die meist fantasielose Zurschaustellung von intimen Details reizt viele Menschen nur noch zum Abschalten. Die Übersexualisierung in der Öffentlichkeit verunsichert viele, denn die vorgegaukelte Selbstverständlichkeit eines grandiosen Liebeslebens steht oft genug im Widerspruch zur Flaute im eigenen Schlafzimmer.

Das Feigenblatt macht sich auf die Suche nach Momenten echter Intimität, erweckt sinnliche Gefühle neu und findet Nuancen, die Sexualität beschreiben, ohne sie zu verkaufen. Kurzgeschichten, Reportagen, Essays und geschmackvolle Fotografien sprechen Frauen, Männer und Paare an. Auch historische Texte und Illustrationen, Buchbesprechungen, Ratgebertexte und Kleinanzeigen haben ihren Platz in der Zeitschrift.

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Die Macher

Anja und Herbert Braun

Anja Braun ist Herz, Hand und Hirn des Feigenblatt Magazins. An ihren langen Arbeitstagen ist sie für Heftkonzept, Akquise, PR, Buchhaltung, Layout und Webdesign zuständig und hat bei allem das letzte Wort.

In Berlin als Anja Weigel geboren, liegt ihr das Künstlerische wie die Selbständigkeit im Blut – ihr Vater bereicherte als Schlagertexter das nationale Kulturgut („Am Tag, als Conny Kramer starb“). Als Kind saß sie Klaus Lage auf dem Schoß und fuhr mit Jürgen von der Lippe in den Urlaub.

Nach einigen Jahren ziellosem Herumstudieren lernte sie bei ihrer Ausbildung zur Bauzeichnerin zu gestalten – und bei Fehlern kleinlich zu sein. Nach fünf Jahren im Architekturbüro ließ sie sich zur Mediengestalterin ausbilden und fing 2001 als Webdesignerin bei Berlins Tourismus-Information an.

Anfang 2005 verließ sie ihre alte Heimat westwärts nach Hannover – der Liebe wegen. Die Idee, sich mit dem Feigenblatt selbständig zu machen, entwickelte sich dort allmählich vom Hirngespinst zum konkreten Plan, den sie mit ihrem Mann umzusetzen begann. Von klein auf von erotischer Literatur fasziniert, hatte sie schon 2004 die Idee zu einer Zeitschrift für Erotik, die auch Menschen mit Geschmack und Verstand lesen möchten. Und so erschien am 1. Oktober 2005 das erste Heft.

Herbert Braun ist beim Feigenblatt für die Worte zuständig – er schreibt die meisten der vielen kleinen Texte, die keinen Autorennamen tragen, und redigiert alle anderen. Als Berater, Krisenhelfer und technischer Support ist er die zweite Hälfte des Feigenblatts.

Als Sohn eines Filmvorführers in Passau aufgewachsen, studierte er ab 1989 in Bamberg und Erlangen Literaturwissenschaft. Nach Abschluss, Zivildienst und ersten Verlagsjobs in Regensburg zog er 1998 nach Berlin. Dort betreute er für den Buchverlag Frieling den Webauftritt. Er fand Gefallen an diesem neuen Handwerk und arbeitete ab 2000 als Internetprogrammierer für Berlins Tourismus-Organisation – wo er seine spätere Frau kennen lernte.

Berlin beförderte auch seine lange gepflegten literarischen Ambitionen. Seine jetzt zahlreicher entstehenden, teilweise erotischen Erzählungen bringen ihm etliche Veröffentlichungen in Zeitschriften und Erfolge bei Lesungen ein.

2004 war es genug mit der Programmiererei, und so ergriff er frisch verheiratet die Gelegenheit, bei der renommierten Computerzeitschrift c’t in Hannover anzuheuern; dort ist er für die Webthemen zuständig (Browser, Webdesign und -standards). Nach dem zweiten Volontariat in seinem Leben (das erste war bei Frieling) darf er sich seit Mitte 2006 auch bei der c’t Redakteur nennen. Über mangelnde Schreibpraxis kann er sich nicht beklagen: tagsüber für c’t, abends fürs Feigenblatt, dazwischen Erzählungen oder was sonst so an- und einfällt.

3 Kommentare

  1. Pingback: Playgirl war gestern: die 4 besten neuen Erotikmagazine für Frauen | be2 Blog ... Liebe, Beziehungen und Partnervermittlung im Internet

  2. Pingback: Das Feigenblatt - nicht nur ein Erotikmagazin für Frauen | EFH - Erotik Forum Hamburg

  3. hach, ich hatte gedacht hier könnte ich einfach mal tolle Fotos von nackten Männern gucken – na, macht nichts.
    Ich sehe, ihr seid ein Magazin mit Anspruch. Übersexualisierung in der Gesellschaft – die sehe ich eigentlich nur bezogen auf den weiblichen Körper. Gähn. Überhall hängen nackte Frauen ja fast schon „auf den Bäumen“ aber als heterosexuelle Frau läuft man völlig haltlos durch die Stadt. So wenig Männerkörper werden medial verwertet und plakativ erschlossen, dass ich mich manchmal frage, ob man die Kaufkraft von Frauen wirklich sooo gering schätzt? Was würde ich dafür geben morgens beim Warten auf die U Bahn mal nicht auf plakatierte Frauen in Unterwäsche zu gucken, sondern auf einen tollen Typen. Immer und immer und immer das Gleiche. Frauen, Frauen, Frauen und schon wieder – na, was wohl – Frauen. Und alles was ich frage ist: Warum? Zu wenig Chefinnen? Ich weiß es nicht.
    Die Lage ist optisch auf jeden Fall wahnsinnig öde für mich – in dieser zuplakatierten Stadt.
    Liebe Grüße an euch,
    ich werd euch nicht lesen, finde euren Ansatz aber sehr wertvoll.
    Ich bin halt etwas einfacher gestrickt 🙂

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