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Würgereiz beim Blowjob-Ratgeber

taz-ArtikelIch habe Frauenzeitschriften immer schon für frauenverachtend gehalten. Aber schließlich bin ich nicht Zielgruppe, und deshalb mag ich mir da kein qualifiziertes Urteil anmaßen. Margarete Stokowski tut das allerdings in ihrem taz-Artikel „Faschismus auf Hochglanzpapier“ – und die Beispiele, die sie zitiert, haben es in sich:

In der Juni-Ausgabe findet sich ein „Blowjob-Guide“ (…) „Pornostar“ Mia Magma erklärt: „Viele Männer stehen darauf, wenn es einem die Tränen in die Augen treibt.“

Dasselbe Heft erklärt unter dem Titel „Was uns erschreckt“, dass ein Viertel der deutschen Frauen mit unrasierten Beinen und unlackierten Fußnägeln herumläuft.

Ich frage mich manchmal, ob es einen spezifisch weiblichen Selbstqual-Gruppenzwang gibt, der Frauen dazu bringt, unbequeme Schuhe zu tragen, sich die Beinhaare auszureißen, obwohl sie nur lange Hosen tragen, und grundsätzlich die Schuld bei sich selbst zu suchen. Was auch die verblüffend verbreitete Lust an sexuellen Unterwerfungsfantasien erklären würde. Aber wie gesagt, das ist ja nicht mein Problem.

Autor: Herbert Braun

Mitherausgeber des Feigenblatt Magazin und sowas wie der Chefredakteur.

4 Kommentare

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  2. Der Blowjob Guide war ja mit einem Augenzwinkern geschrieben, darum darf man den nicht doof finden…

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