Das aktuelle Feigenblatt

Frauen sind wunderbar - und manchmal auch sehr kompliziert. Das neue Feigenblatt versucht sich als Frauenversteher, zeigt Bilder der Weiblichkeit ohne Klischees, schreibt Liebeserklärungen in sinnlichen Geschichten - und sucht nach starken Gegenspielern für das wahre starke Geschlecht.
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Über Feigenblatt

Die schönste Zeitschrift für die schönste Sache der Welt - mit Kurz­ge­schichten, Essays, Aktfotografien und aktuellen Rezensionen. Das erotische Kultur­magazin für sie und ihn – alle drei Monate zu einem neuen Thema.

Theresa

Dian Hanson: The Big Book of Legs

Nach Penis und Brüsten widmen der Taschen-Verlag und seine Bildchefin Dian Hanson einem weiteren Körperteil ein kiloschweres Werk: Das Big Book of Legs sammelt schöne Bilder und lesenswerte Texte zum weiblichen Bein, ohne dabei Fuß, Nylons und High-Heels zu vernachlässigen. Fast alle Fotos stammen aus den 20er- bis 60er-Jahren, ihre Stars sind die Burlesque-Legende Bettie Page und der Fotograf Elmer Batters. Im Vergleich zu heutigen Porno- oder Softcore-Fotos zeigen sich vor allem die aus den 50er- und 60er-Jahren auf eine etwas unbeholfene, frische Art verrucht und obszön; man sieht ihnen an, dass sie aus einer bestenfalls halblegalen Grauzone kamen und nur heimlich angeschaut wurden. Statt ein Repertoire immer gleicher Formel-Posen und fixer Schönheitsideale abzurufen, experimentierten die Fotografen mit ihren Modellen und kamen zu teils überraschenden, teils seltsamen und teils großartigen Bildern. Apropos überraschend: Wussten Sie, dass die Nazis feindliche Soldaten mit (gut gemachten!) Pin-up-Flugblättern demoralisieren wollten? Eine wahre Fundgrube, dieses Buch.

Dian Hanson:
The Big Book of Legs
Bildband, 370 Seiten
39,99 Euro, Taschen Verlag

Theresa

Dian Hanson: The Big Penis Book

Noch mehr als die Vagina ist der Penis ein obszönes Körperteil, dessen Abbildung starke Gefühle auslöst.  Außerhalb der Pornoecke und der Schwulenszene gibt es das gute Stück daher nur selten zu sehen. „The Big Penis Book“ schließt diese Lücke. Die frühere Sexmagazin-Herausgeberin Dian Hanson hat in den Archiven schwuler US-Fotohefte gewühlt und dabei Bilder ausgewählt, die auch die Herzen vieler Hetero-Frauen höher schlagen lassen – schließlich bezieht sich das „Big“ im Titel nicht nur auf das Buchformat: Die dicken, dünnen, glatten, aderigen, erigierten oder schlaffen Penisse haben nur die beachtliche Größe und (mit wenigen Ausnahmen) die beschnittene Vorhaut gemeinsam. Doch das Penisbuch ist keine Zirkusschau, sondern eine abwechslungsreiche Sammlung männlicher Aktfotos aus fünf Jahrzehnten. Männer, deren Selbstwertgefühl bei Durchblättern zusammensinkt, mögen sich mit den oft kurzen Lebensläufen der Stricher und Kleinkriminellen im Anhang trösten, die den Großteil der Modelle stellen. Und gelegentlich wurde auch getrickst.

The Big Penis Book
Herausgegeben von Dian Hanson
Bildband, 380 Seiten
39,99 Euro, Taschen Verlag

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