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Umfrage: (Scham-)haarlose Zeiten?

Das Thema birgt eine Menge Zündstoff: Nie zuvor wurden Menschen mit unrasierten Beinen, Achselhöhlen und Schamhügeln so offen angefeindet. In Schülerforen brüsten sich pubertäre Jungs damit, dass Sie Mädchen mit haarigem Busch sofort von der Bettkante stoßen würden (wenn dort dann mal eine auftaucht …). Auf Aktofotos verblüffen Männer durch ihre sorgfältig rasierte Lendenregion, und eine behaarte Männerbrust gehört längst nicht mehr zu einem echten Kerl.
Auf der anderen Seite wollen viele sich nicht länger dem Modediktat der Haarhasser unterwerfen und lassen wachsen, was wachsen will, beschwören den erotischen Reiz und den besonderen Duft der Natürlichkeit.

Das Feigenblatt will es genau wissen – sind Schamhaare unappetitlich, störend und überflüssig? Oder gehört das Vlies zu den sinnlichen Merkmalen der Geschlechtsreifen, und die Haarfaschisten haben nur Angst vorm Erwachsenwerden? Wir brauchen Ihre Meinung für einen Artikel im nächsten Feigenblatt.

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49 Kommentare

  1. Wenn ich mit Menschen aus meiner Generation – also mit Leuten um die 30 – über die Vorlieben bei der Schambehaarung spreche, bin ich oft richtig schockiert. Allein die Tatsache, dass Schambehaarung kein ’natürliches‘ Merkmal geschlechtsreifer Menschen mehr ist, sondern lediglich eine Option darstellt, beunruhigt mich. Wenn jüngere Menschen dann über die Option, Schamhaare zu besitzen, sprechen als handele es sich um eine Perversität oder etwas Ekelerrgendes, verstehe ich die Welt nicht mehr. Letztlich glaube und hoffe ich aber, dass ausreichend vielfältige kulturelle und soziale Strömungen ein kulturelles Extrem hinsichtlich unserer Körperbehaarung verhindern.

  2. Netter Zufall, ich komm gerade aus dem Bad und hab mich intim rasiert. Meine Freundin hatte sich bereits die Bikinizone und die Beine rasiert, bevor wir uns kennen gelernt haben – komplett blank gefällt ihr aber auch gut

  3. Also ich persönlich mag es gepflegt, d.h. teil- oder ganzrasiert. Gleichzeitig liebe ich auch die Abwechslung (siehe oben). Nur „verwahllost“, also überhaupt nicht gepflegt sollte es nicht sein, denn am Kopf ist frau/mann doch auch um das Aussehen besorgt.Außerdem ist das Empfinden rasiert viel intensiver. Letzendlich muss es für die Partner stimmen oder ?

  4. Sicher ist der Schopf unten wie der Schopf oben ne persönliche Sache. Dennoch denke ich, dass die Schambehaarung genau dort hingehört. Und auch bei der Schambehaarung lässt sich stutzen und „frisieren“.

    Habe selbst mal die Erfahrung gemacht, dass ein Mann meinen Schambereich unbedingt haarfrei haben wollte. Wäre auch sofort der erste an der Klinge gewesen *grins* Nur leider war der Hintergrund etwas trauriger: pädophile Neigung. Und da „stören“ die Haare halt das eigene Bild. Seit dem achte ich sehr darauf, dass die Haare genau dort bleiben. Ohne gibt es mich nicht mehr.

  5. Nette Umfrage… von einer Frau gemacht? Bei der Frage „Wo rasieren sie sich regelmäßig?“ fehlt einfach das „Gesicht“… Jedenfalls gilt das für die meisten Männer und manche Frau!

    Persönlich erinnert mich ganz haarlos bei Frauen zu sehr an Kinder… und das ist überhaupt nicht mein Ding. Also ist mir rasiert & frisiert ganz recht. Beim „Verwöhnen“ allerdings stören Haare & Stoppeln. Wer leckt schon gerne einen Flokati?

    Ich bin gepflegt gestutzt, da ich ansonsten nur noch stoppelle und eh einiges an Körperhaar habe, das ich nicht ständig rasieren kann… täte nicht zu mir passen!

    Allerdings sehen manche, auch ansonsten wenig oder nicht behaarte Männer sehr erotisch und attraktiv aus, wenn sie auch unten rum ganz rasiert sind…. und „anfassen und verwöhnen“ ist sowohl bei ihr, als auch bei ihm sehr sinnlich, wenn keine Haare stören…

  6. Ergänzt Ihr bitte mal ein „d“ in der 2. Zeile und streicht das „i“ bei wenig in der 10ten???

    Ich hasse diese Tastatur! Danke!

  7. Also ich bin weiblich und im Intimbereich gar nicht gestutzt oder frisiert. Ich bin ziemlich stark behaart.
    Ich habs probiert, die nachwachsenden Haare jucken wie doof und außerdem wachsen meine Haare so schräg heraus, dass ich mich schnell geschnitten habe, AUA.
    Ich würde mich gerne frisieren, aber bisher hatte keiner einen guten Tipp für mich. Also bitte wer was schlaues dazu beitragen kann ich werde es versuchen.

  8. Schamhaarlose Frauen sind mir zu glatt, irgendwie zu kindlich.
    Haare finde ich VIEL erotischer;
    ich meine auch, dass im „intimbereich“ rasierte Männer da kei neswegs besser aussehen, als naturbelassene. Im Gegenteil.
    Ich erlebe das als eine hoffentlich vorübergehende Mode, die anscheinend vom der Kosmetik-Marketing gesteuert wird.

  9. Ich persönlich mag es beim Mann eher naturbelassen, bzw. gestutzt. Haarlose Männer erinnern mich oft an gerupfte Hühner. Bei Frauen mag ich rasierte Schamlippen viel lieber, als behaarte, zum einen aus optischen Gründen, vor allem aber aus praktischen. Ich finde, die Berührungen fühlen sich dort intensiver an, wenn die Haut blank ist. Glatte Schamhügel mag ich nicht so gerne, sie erinnern mich vielmehr an Schaufensterpuppen, sind steril und uniformiert. Schambehaarung ist so individuell, so wild, so… erotisch. In all seinen Formen. Den Kompromiss, den ich gelten lasse, ist der Iro, wenn dem Partner das Dreieck zu viel ist. Doch ganz glatt ist für mich keine Option.

  10. Ich war einmal mit einem Mann zusammen, der darauf bestand, dass ich mich intim kahlrasiere. Das hatte vor allem damit zu tun, dass er es so aus Pornos kannte und meinte, dass das nun bei jeder Frau Standart sein muss. Ich war vorher bereits rasiert, hatte aber am Schamhügel noch Haare, die ich allerdings auch kürzer hielt. Resultat der Forderung (der ich dummerweise auch nachkam) war ein Vaginalpilz, da meine Haut zu empfindlich für eine Kahlrasur ist. Pech auch für ihn, der angesteckt wurde und es sicher alles andere als erotisch fand. Deswegen halte ich es nun wieder wie früher. Man sieht ja nicht wegen ein paar Haaren gleich verwahrlost aus; im Mittelpunkt sollte schon das eigene Wohlbefinden stehen.

  11. Also optisch ist es mir bei mir völlig egal, kann sich also nach den Bedürfnissen des Partners richten.
    Bei anderen, naja, gilt das gleiche wie für jede Aussehensthematik:
    Unterschiedlichen Leuten stehen unterschiedliche Stile, und immer gleich ist langweilig.

    Aus praktischen Gesichtspunkten ist es meistens so, dass ich nur kürze und nicht rasiere. Erstens find ich das super umständlich (oder hab da kein Händchen für) und hab erst recht nicht den Nerv, es regelmäßig genug zu tun, so dass ich diese Zwischen-Nachwachs-Phasen in denen alles juckt und piekst lieber gleich vermeide.

    Und bei anderen, naja, keine Haare zu futtern ist schon ganz nett, aber ob und wieviel weg muss um das zu erreichen ist halt auch schlicht ne individuelle Frage.

    Und insgesamt spielt das bei der Partnerwahl sowieso eher eine untergeordnete Rolle, vor allem da sich die Gelegenheit, das zu bewerten ja eh meist erst ergibt, wenn man schon vorher viel positives gefunden hat 😉

  12. Es ist doch immer das gleiche:
    Teenager suchen etwas, mit dem sie zeigen können, dass sie erwachsen sind. Früher waren es hauptsächlich Zigaretten. Dann kamen dreizehnjährige Mädchen, die sich String-Tangas anzogen. Aufgrund der immensen Internet-Pornografie, die bei Jugendlichen über Handys ausgetauscht wird, ist es jetzt die Schamhaar-Rasur. D.h. es wird ein Zeichen der Adulenz invertiert: Nicht mehr das Vorhandensein der Schamhaare,sondern die Rasur derselbigen weist einen als „sexuell erfahren und erwachsen“ aus. Das absolut unsinnige Argument der größeren Hygiene wird dankend vorgeschoben und verstärkt den Druck auf all jene, die sich eigentlich gar nicht rasieren wollen. Diese werden dann als „unsauber“ dargestellt.
    Für Erwachsene gilt natürlich: Jeder werde nach seiner eigenen Facon glücklich. Angemerkt sei hier nur, dass Schamhaare die empfindlichen Stellen vor Wundreiben schützen, da sie Schweiß aufnehmen. Zusätzlich transportieren sie Sexualduftstoffe- was unterbewusst anturnt. Sehr oft können die Schamhaare des Mannes auch zur klitoralen Stimulation beim Geschlechtsverkehr dienen.
    Letztlich sei angemerkt, dass „erfahrene“ Männer sich zwar eifrig den Schambereich kahl legen, aber immer noch mit behaarten Beinen herumlaufen…weil eine Beinrasur natürlich wieder unmännlich wäre, oder? Zur weiblichen Seite möchte ich anmerken, dass eine vollkommen haarlose Intimregion oft optisch gar nicht so ansprechend aussieht, wie viele es sich einreden.

    Meine 2 cents

    Bommy

  13. Also was den Gruppenzwang unter Teenagern angeht, da kann ich nur ein Liedchen von singen, die Zeiten sind ja auch noch nicht lange vorbei. Ich weiß noch, wie sich die Mädels, die sich für extra cool hielten in der Umkleide vor/nach dem Sport immer lautstark über Intimrasur unterhalten haben und wie ekelhaft doch Mädchen sind, die das nicht machen… und wie ich beim Umziehen immer darauf geachtet habe, dass möglichst kein Haar aus dem Höschen hervor lugt. Angespannte Zeiten waren das…

    Jedenfalls ist Intimrasur ja mittlerweile in allen Altersgruppen gang und gäbe und nicht mehr weg zu denken. Gerade in der SM-Szene… wobei ich ja immernoch die Theorie vertrete, dass sich die ganzen devoten Frauen den Intimbereich nur kahl legen, weil es so schrecklich weh tut, wenn man an den Schamhaaren gezogen wird. So kann man dem am effektivsten vorbeugen. 😉

  14. Pingback: Erotikmagazin Feigenblatt - Das erotische Kulturmagazin für Frauen und Paare »  Schamhaar-Umfrage abgeschlossen

  15. Also ich bin da anderer Meinumg. Bin 58 Jahre,wbl.und bereits seit mehr als 30 Jahren komplett rasiert. Meine Töchter 34 und 30 ebenfalls. Sogar mein Mann ist da ohne Haare.Wir sind so zufrieden und haben keine Probleme.In unserem Freundeskreis sind ebenfalls eine Menge rasiert.Aber soll jeder halten wie er möchte. Eines ist jedenfalls nicht zu leugnen: es werden immer mehr.(FKK,Sauna)

  16. Kein Kinderschänder 9. März 2009 um 21:45

    Auf die Idee, den Kopf zu rasieren, weil dann die Möglichkeit des Läuse bekommens eingedämmt wird, sind die Anhänger der Haarlosigkeit noch nicht gekommen. Rasiert, außer im Gesicht, ist abstossend, unnatürlich, ein Faible von Kinderschänder´n !
    Natürlichkeit in 2 x täglich frisch gewaschener duftender Aufmachung ist erotisierend, angenehm und eine erfrischende Belebung die die Frau begehrenswert macht. Dabei kann der volle Busch gern aus dem Hös´chen quellen und als lustvolle Aufforderung verstanden werden.
    Gerupfte Hühner, kahl für die Zubereitung im siedenden Butterfett hergerichtet sind alles andere als erotisierend. Ekelhaft und nur mit viel Salz oder Ketchup geniessbar.

  17. Zitat „Kein Kinderschänder“:

    Gerupfte Hühner, kahl für die Zubereitung im siedenden Butterfett hergerichtet sind alles andere als erotisierend. Ekelhaft und nur mit viel Salz oder Ketchup geniessbar.

    Zitat Ende

    Also KK…: Gut gebackene oder gegrillte Hühner sind ein Genuss, wenn auch kein erotischer! Ich esse sie immer gerupft mit Salz, dezenten Gewürzen und eher ohne Ketchup! Wenn ich Dich richtig verstanden habe, isst Du die Hühner lieber nicht gewürzt und lieber ungerupft, mit Federn und dafür ohne Ketchup???

    Na ja, die Geschmäcker sind schon sehr unterschiedlich… zum Glück auch bei den Frauen und ihrer Behaarung!

  18. By the way:

    What is the difference between erotic and porn?

    Erotic is to use a single feather!
    Porn … to use the whole chicken!

    Wie wäre es denn demnächst mit „Kulinarische Verführung“ als Heftthema? Arbeitstitel: „Und Sie als Dessert?“

  19. Kleeprinzessin 9. April 2009 um 21:37

    „Gepflegt“ ist für mich kein Synonym für „rasiert“, wohl aber für „gewaschen“ … – und rasiert „mehr zu fühlen“ bedeutet für mich vor allem Juckreiz, Pickelchen und gereizte Haut (trotz Babypuders)! – Ich halte daher in den besonders sensiblen Bereichen (Intimbereich) die Haare eher kurz, den Rest (Unterarme, Beine) rasiere ich ab und zu.

    Da ich eine sehr hellhäutige Frau mit starker, dunkler Behaarung bin, könnte ich mich im Übrigen zweimal täglich rasieren und der dunkle Schimmer wäre trotzdem noch zu sehen, also halte ich den Aufwand mittlerweile eher gering (s. o.) – hilfreich ist dabei natürlich, dass ich mich mittlerweile auch trotz Stoppeln als attraktive Frau fühlen kann.

    Trotzdem gilt für mich, was ich schon während einer Klassenfahrt in der achten Klasse felsenfest behauptet hatte: Ein attraktiver Mann hat Haare auf der Brust!

  20. Als Mann habe ich lange gebraucht, um eine Intimrasur selbst mal auszuprobieren. Blitzblank ist nichts für mich, einfach aus physiologischen Gründen. Beim Sport und beim Gehen wirken ein paar Haare wie ein Gleitmittel, während blank rasiert die Hautflächen aneinander kleben – unangenehm. Allerdings habe ich dabei einen guten Kompromiss entdeckt. Ich rasiere dünnere Stellen komplett aus und verstärke so das natürliche Erscheinungsbild. Aus dem nach unten weisenden Dreieck ist nun eines geworden, das nach oben zeigt. Mir gefällt’s, und meiner Freundin auch, und das ist die Hauptsache.

    Meine Freundin ist – übrigens aus eigenem Antrieb – im Bereich der Lustlippen glatt rasiert. Nur darüber lässt Sie einen schmalen Streifen stehen ohne den sie sich – ich finde das lustig – nackt vorkommt, vor allem in der Sauna. Wir beide finden es toll, zumal sie recht feine Haare hat, die auch nach ein zwei Tagen kaum Stoppeln verursachen. Meine Zunge freut sich jedes Mal und ich habe die Hände frei für alle möglichen Aktivitäten, da ich nicht wühlen muss um an die Leckereien zu kommen. Allerdings ist Rasieren keine Weltanschauung für uns beide und gelegentlich liebe ich es, wenn Sie den Busch mal etwas stehen lässt. Dann finde ich das Verborgene recht spannend und ausgesprochen erotisch. Bei sehr starkem Haarwuchs würde ich Trimmen durchaus als ein Zeichen von Gepflegtheit auffassen. Schließlich stutze ich mir aus diesem Grund auch den Bart und lasse meine Kopfhaare regelmäßig schneiden.

    Bei einer reifen Frau in der Rasur etwas kindliches zu sehen kommt mir nicht in den Sinn. Solange es ein einvernehmiches Spiel unter Erwachsenen ist, fände ich jedoch auch das okay und allemal besser, als pädophilen Neigungen mit Minderjährigen nachzugehen.

  21. Bei Frauen mag ich schon eine schönen glattrasierten Venushügel. Aber meine Erfahrung ist, dass es wirklich nur schön ist, wenn die Frau ganz frisch rasiert ist. Ein Drei-Tage-Bart an der schönsten Stelle der Frau kratzt genauso wie beim Mann im Gesicht.
    Dann lieber „unbehandelte“ Behaarung.

  22. es ist eine mode wie so oft

    als ich vor ca 16 Jahren damit angefangen habe war es noch eher eine seltenheit komplett nackt zu sein, mittlerweile gibt es nur noch wenige frauen, die komplett unrasiert sind

    wenn es mit dieser mode ist wie so oft dann gibt es bestimmt irgend wann mal wieder den pelz der gefragt sein wird

    ich stehe lieber auf einen glatt rasierten venushügel, klar der benötigt seine zuwendung und pflege, das ist ähnlich wie bei nägeln, haaren, …

    wer gepflegt ein will muß nun mal eine gewisse zeit investieren ohne geht es leider nicht

  23. Für mich hängts ein bissel vom Typ ab, manchmal gefällt es mir und manchmal siehts mir rasiert dann doch „zu glatt&langweilig“ oder infantil aus.
    Grenzwertig wirds für mich aber, wenn das Rasiertsein fest mit „gepflegt sein“ verbunden wird, der Normalzustand also als dreckig oder im negativen Sinne vulgär wird. Das ist der Punkt, wo ich dann lieber dazu stehe, daß der Mensch ein Tier ist 😉

  24. In einem Selbstversuch habe ich vor wenigen Wochen an Bauch und Genitalien rasiermäßig das volle Programm absolviert. Erst trocken mit Bodygroom und dann mit Ladyshave, weil diese Geräte auch für die männliche Anatomie geeigneter scheinen. Im Anschlußverfahren dann mit einem Wilkinson Quattro for Women, weil laut Auskunft in einem Forum, ich weiß nicht mehr genau, welches, sollte dieser Naßrasierer besonders geeignet sein. Leider nur theoretisch, hab mit dem Gerät nämlich an der Peniswurzel ´ne Scharte gezogen. die nächsten Tage dann immer wieder Hautöl und Bepanthensalbe oder ähnlich gegen die Pickelarie!

    Fazit: es wird jetzt erstmal eine ganze Weile in Ruhe gelassen.
    Ich hatte mich auch beeinflussen lassen von diversen Seiten, daß die Frauen Männer attraktiver fänden, wenn sie untenrum rasiert sind. Ich für mein Teil belasse es vorläufig bei einem sauber rasierten Gesicht, denn das kann ich ohne weiteres mit vereinbaren. Bin zur Zeit Single und wenn ich wieder eine Frau kennenlernen würde, wäre es mir nicht so wichtig, wie sie ´s untenrum mag, mit und ohne, haarig oder glatt. Da ist die Liebe erst mal wichtiger und da würde ich als Mann dann auch drauf eingehen, wie es bei mir gerne hätte. Kann man doch drüber reden!

  25. als Fotograf kann ich vermelden daß in der Alterklasse von 18-30 nahezu 100 % intim rasiert / enthaart sind. Selbst die kleinen Frisuren / Landestreifen sind am aussterben, warscheinlich deshalb weil mehr Arbeit ist als „alles ab“. In den letzten beiden Jahren hatte ich nur 1 (EINE) junge Frau mit Schambehaarung vor der Kamera und das ist dann ca. 1/100.

    Falls es interessiert: ich rasiere nur ab und zu 🙂

    Grüße von anTon

  26. Als absoluter Schsmhaarfan kann ich nur zum Ausdruck bringen, was mich daran reizt. Nur durch Behaarung gibt es ein „darunter“, das zu erkunden auffordert, mal mehr mal weniger freigibt und sich einfach gut anfühlt. Der Tastsinn, den ich für ebenso wichtig wie unterbewertet finde, braucht für mein Empfinden eine Behaarung, einen Flaum, der die Berührung gewissermaßen abfedert; es erst möglich macht, eine unmerkliche Verstärkung des Drucks zu brauchen, um die darunterliegende Haut berühren zu können. Für den oder die Berührte ist es ebenfalls ein viel subtileres Empfinden, wenn über Häärchen gestrichen werden kann, diese die Berührung indirekt weitergeben. Ich kann mir nicht vorstellen eine Frau intim zu berühren, ohne dass Häärchen im Spiel sind. Ich käme mir vor als griffe ich nach einem Stück Fleisch.
    Zu den sachlichen Aspekten der Debatte:
    Aus der zunehmenden Vorliebe ganzer Generationen für die Intimerasur eine Haarphobie zu machen finde ich unangemessen. (Man muss es ja nicht so mögen wie ich)
    Wenn man nicht für Intimrasur ist, wird man gleich als Liebhaber ganzkörperbehaarter Frauen angesehen. Wenn man Frauen mit Intim- und übrigens auch Achselbehaarung liebt, hat man ja nicht gleich die Vorstellung einen weiblichen Yeti lieben zu wollen.
    Übrigens zum Abschluß, auch die von mir geliebten Häärchen müssen bei Männern und Frauen mal etwas gebändigt werde, das finde ich ok und mach ich auch. Nicht alle Naturfans lieben den Urwald.

  27. Ich empfinde Schamhaare vor allem für mich selbst als störend, da ich „ohne“ viel sensibler bin und es „mit“ beim Sex kratzt. Als Mann würde ich auch nicht beim Lecken den Mund voller Haare haben wollen..Ausserdem finde ich einen Busch als unästhetisch, bei Männern wie auch bei Frauen. Ein Strich bei Frauen/gestutzt bei Männern ist am besten, er zeigt sowohl Geschlechtsreife als auch Gepflegtheit.

  28. sollange sich eine frau wohl fühlt mit rasierten oder unrasierten , genital bereich ,und sich mir selbstbewust, anvertraut.ist doch alles in ordnung..nur ob ich rasierte beine mag, das mus doch kratzen, wen man sie streicheln darf.na den viel spass bei der Liebe,.

  29. Beim lesen dieser Umfrage habe ich nun auch Lust bekommen, ein Kommentar zu schreiben.
    Bisher war ich, aus ästhetischen Gründen, verfechter eines getrimmten Intimbereiches an mir selbst. Gelegentlich habe ich mich auch komplett rasiert, nur wachsen meine Schamhaare recht schnell nach, was logischerweise zu unangenehmen Stoppeln führt, unangenehm für mich, sowie für meine Partnerin… hinzu kommt noch die Hautirritation. An einer Frau erfreue ich mich schon sehr an glatter Haut, jedoch sind auch hier die nachwachsenden Haare störend. Meine neue Spielgefährtin lässt sich ca. alle zwei Monate Wachsen, wobei die Behaarung in den letzten Wochen schon zunimmt, und eine getrimmte Optik/Haptik hat. Damit kann man natürlich auch Spaß haben, und einen Lustgewinn für beide Partner hervorrufen, den leichtes zupfen kann auch sehr erregend sein. Für Freunde der oralen Freuden ist eine Intimenthaarung, meiner Meinung nach, ein deutlicher Gewinn, besonders wenn Mensch seinen Partner nicht nur fünf Minuten mit Zunge/Mund verwöhnt.
    Mittlerweile lasse ich meinen Intimbereich auch komplett mit Heißwachs enthaaren, inklusive unterer Bauch, Po, Anus, nur meine leichte Brustbehaarung bleibt getrimmt. Dies natürlich nicht aus Gründen der „Männlichkeit“, sondern wegen Optik/Haptik.
    Das manche Menschen jegliche Art von Schambehaarung als „unrein“ empfinden, ist natürlich total bescheuert, vielleicht sollte sich da jemand mal ein wenig mehr mit seiner Sexualität auseinandersetzen.
    Letztendlich ist ja alles Geschmackssache, und wer einen Busch mag, an sich selbst, wie an anderen, sollte ihn kultivieren und Spaß dran haben, ist nur nicht meine Präferenz.

    Alles ist erlaubt, solange es beiden Freude bereitet, Amen !

  30. Ich finde das Thema Schambeharung ganz schön verwirrend. In vielen Foren wird eine Schambeharung geradezu verteufelt wenn in einigen anderen Foren die Beharung als natürlich angesehen wird. Ich persöhnlich überlege immer hin und her, aber eigentlich finde ich eine rasierte Intimzone bei beiden Geschlechtern besser.Eine erwachsene Frau die komplett rasiert ist, ist immer noch ein erwachsene Frau und deshalb noch lange kein Kind nur weil sie sich rasiert. Ich rasiere mich immer öfter komplett obwohl ich dann auch wieder darüber nachdenke ob ich es wachsen lassen soll.Wenn die Körperbeharung dann wieder nachwächst rasiere ich dann doch wieder die Achsel- und Schamhare ab, weil ich mich damit gepflegter fühle…

  31. @ olaf:

    Boah, der erste Absatz Deines Kommentars vom 10. August … das hast Du schön geschrieben … lecker!!!

  32. Pingback: Erotikmagazin Feigenblatt – Das erotische Kulturmagazin für Frauen und Paare »  Schenken Sie Liebe – versandkostenfrei!

  33. Über das Thema kann man herrlich streiten, wie über alles, was persönliche Geschmackssache ist. Zum Glück nimmt das niemand so bierernst, oder wer würde sich von dem Menschen trennen, den er liebt, nur, weil ihm die Frisur untenrum nicht gefällt? Wenn jetzt jemand „ja, würde ich machen“ sagt, würde ich mir ernsthafte Gedanken um die Beziehung machen.
    Bei meinem Partner und mir stellt sich das Thema sowieso nicht (mehr). Ich habe mal damit herumexperimentiert, aber schnell eingesehen, das wird nichts. Für eine Intimrasur braucht man zwei gesunde Hände sonst ist es nicht möglich. Die habe ich nicht, also war´s das. Mein Freund traut sich nicht da ran, weil er Angst hat, mich zu verletzen, also bleibt alles, wie es ist – und das stört niemanden.

  34. Ich fand es sehr interessant die verschiedenen Ansichten und Erfahrungen zu der Frage der Körperbehaarung zu lesen.
    Dazu möchte ich noch zwei Punkte anfügen, die vereinzelt auch schon aufgeführt wurde, die aber aus meiner Sicht die beiden
    wichtigsten Gesichtspunkte zu diesem „In-Thema“ sind:

    1. Wie geht es mir dabei? Nicht eine Umfrage oder Schlagzeilen in verschiedenen Medien, nicht der Partner oder die Meinung des
    Freundeskreises sollten die Länge, Art und Ort der Körperhaare bestimmen, sondern einzig meine eigene Meinung/ Erfahrung!!

    2. Ist es für meine Partnerschaft so wichtig wie mein „Haar-Status“ ist? (Bei dieser Frage geht es nicht um einzelne Abenteuer oder die Frage wie komme ich in Swingerclubs an)
    Ist es wirklich für den gemeinsamen Sex entscheident wo und wie die Schamhaar am Körper des Partners sind?
    Etwas zugespitzt möchte ich fragen: Endet die Liebesfähigkeit dort wo keine oder eben zu viele Haar in den jeweiligen Schamregionen wachsen? Kann ich meinen Partner nicht mehr begehrenswert finden, wenn er/ sie z.B. doch Haare unter den Achseln oder er viele an Bauch und Rücken hat?

    Aus eigener Erfahrung darf ich sagen, das es an meinen Körper glatt rasierte Stellen, „gestutzte“ Regionen und Bereiche mit „natürlichem Haarwuchs“ gibt, eben so wie ich mich damit wohl fühle; unabhängig von eventuellen Meinungen z.B. am Badesee oder aktuellen Umfrageergebnissen in Zeitschriften.

    Genau so sehe ich es bei meiner Frau. Die ich so liebe wie sie ist!!!

  35. ich freue mich, dass in der Ausgabe 20 des Feigenblatts auf den Bildern von Anja Müller die Schamhaare als das genommen werden, was sie sind: natürlich. Sie stehen nicht im Vordergrund, werden aber auch nicht verschämt an den Bildrand gedrängt.

    Man mag dazu stehen wie man will, aber ist es nicht wie bei Schokoeis? Manche mögens‘ – manche nicht. Aber ich denunziere niemand, weil er auf Schokoeis steht. Sondern ich akzeptiere es einfach 😉

    In diesem Sinne
    mit fesselnden Grüßen

    Pagarella

  36. Es ist doch viel ästhetischer wenn unter Achseln , an Muschi und Schwanz , um die männliche Brust , an Armen und Beinen
    Haare schön buschig sich dort befinden ( nicht nur aus gesundheitlichen Gründen in den Gen – Anlagen ).
    Dieses macht erst buschig geil wenn viel Haaare sich dort befinden und sich mit Fingern , Mund und Zunge sich darin
    sich austoben kann ! Alles andere macht einen sterilen aseptischen Eindruck von Klinik !

    Versauter ist doch viel schöner und geiler !

  37. Es ist schon richtig, wenn einige schreiben, dass ein rasierter oder gerimmter Intimbereich jugendlicher aussieht. Dieses aber gleich mit einer pädophilen Neigung abzutun halte ich für Blödsinn. Ich bin mittlerweile etwas älter und wenn ich mich an meine Jugend, so mit 17 Jahren erinnere, war unten über dem Penis ein kleiner Bausch mit Haarlängen so um die 2 cm. An Stellen darunter war so gut wie nichts. Bei meiner Partnerin, sie war 16, war es ähnlich. Ihre niedliche Behaarung bedeckte mal gerade einen Bereich, der ohne Problem unter jeden noch so knappen Bikini gepasst hätte. Leider hat es die Natur aber nun so eingerichtet, dass dieser einstmals niedliche Bereich bei Männer und Frauen mit zunehmendem Alter wächst und zwar nicht nur in der Haarlänge sondern auch in der Fläche. Was früher also ein zarter Flaum von max 5 x 10 cm war, weitet sich mit zunehmendem Alter, bei einigen mehr, bei anderen weniger, zu einem gewaltigen Bermudadreieck aus, welches dem Bauchnabel gefährlich nahe kommt. Was spricht also dagegen, wenn man diesen Wildwuchs von vor herein zügelt. Auf dem Kopf und im Gesicht ist es doch auch normal. Wenn nun bei dieser Eindämmung etwas zu Tage tritt, was wieder (oder immer noch) so aussieht wie beim ersten Mal… so what… Ich glaube da können langen Haaren noch so viele Pheromone entströmen, gegen diese Gefühlsteigerung können sie nicht „anstinken“.

  38. Also Schamhaare als unhygienisch oder eklig zu verurteilen, wie ich es auch schon gehört habe, finde ich doch ziemlich überzogen. Sie sind auch nur ein natürlicher Teil des Körpers – wenn sie mir nicht gefallen, kann man sie ja entfernen, aber das hat dann meiner Meinung nach nur ästhetische Gründe.

    Ich selbst halte es wie die meisten Frauen noch vor zwanzig Jahren – die Bikinizone rasiere ich mir, aber die restlichen Haare lasse ich einfach naturbelassen. Früher habe ich mich auch mehr oder weniger komplett rasiert, aber das war nicht so meine Sache. Hab das damals auch nur für meinen damaligen Freund gemacht, weil er Schamhaare absolut nicht leiden konnte. So etwas würde ich aber heute nicht mehr machen, mein Partner muss akzeptieren, dass eine Komplettrasur für mich nicht (mehr) in Frage kommt.

    Ich habe auch meine Gründe, warum ich das nicht mehr will:
    Ich fühle mich damit einfach unwohl ohne Schamhaare, das ist ein befremdliches, kindliches Gefühl irgendwie. Ich kann es schlecht beschreiben, aber ich komme mir dann unbewusst wie eine Elfjährige vor. Außerdem gefallen mir die Haare an mir auch, ob im Spiegel und vor allem wenn ich sie berühre. Auch ein dünner Streifen an Haaren wäre mir zu wenig, ein Busch muss es für mich schon sein – ich rede jetzt nicht von ungepflegten, riesigen Haar-Büschen, aber so ein typisches Dreieck, wie es eben früher typisch war, will ich schon haben. Gerade bei schwarzer Schambehaarung finde ich das sehr gut.

    Aber es bleibt alles etwas sehr persönliches, ist doch schön, dass jeder Mensch da seinen ganz eigenen Geschmack hat.

  39. Ich möchte vorausschicken, dass ich der etwas älteren Generation angehöre. Das Thema „Schamhaare“ wird für mich zunehmend akut, da meine Partnerin seit dem Besuch eines Fitness-Studios mit dem Rasieren begonnen hat. Nachdem mein inneres Bild einer attraktiven und geschlechtsreifen Frau auch ein schönes Dreieck am Mons pubis beinhaltet, empfinde ich unsere Seuxualität als zunehmend verarmt und irgendwie steril. Argumenten meinerseits ist sie völlig unzugänglich und bezeichnet von mir geäußerte Wünsche als „dreist“. Ich empfinde den allgemeinen Trend zur Haarlosigkeit als sehr bedauerlich, insgesamt passt er jedoch zu einer schleichenden Entsexualisierung und Infantilisierung unserer Gesellschaft. Wenn man hört, dass die „Designer-Vulva“ auch die Verkleinerung bzw. komplette Entfernung der kleinen Schamlippen beinhaltet, reife Frauen durch Vulvastraffung wieder wie präpubertäre Mädchen aussehen wollen, dann passt dies zur Verleugnung des Älterwerdens ebenso wie zur Unterwerfung unter männliche Urängste vor reifer weiblicher Sexualität, die ja immer die im Unbewußten schlummernde „Angst des Verschlungenwerdens“ beinhaltet. Die Genitalverstümmelung der Schwarzafrikanerinnen weist in diese Richtung. Industrie und Handel werden weiterhin emsig bemüht sein, Haarlosigkeit als mainstream in unserer Gesellschaft zu etablieren. Schade.

  40. Man kann alles auch fundamentalistisch sehen & betreiben oder ganz entspannt an eine Modeerscheinung denken.

    Haarlos war historisch immer mal wieder da, zB bei den feinen Römern und in den 20er/30er Jahren. Abhängig vom Kulturkreis schwappen Haar- & Blankwellen immer mal wieder sonstwohin…

    Verschlungen gefühlt habe ich mich noch nie und keine Angst davor… Einige Teile von mir lieben das Verschlungenwerden durch eine Frau! Das hat auch eine Ex ferig gebracht, die sehr erotisch, sehr erwachsen und sehr selbstbewußtw war… und von Natur aus nur einen kleinen, zarten Mittelstreifen hatte!

    Nur die völlige Natursuperkrause oder so ein Gewölleteil ist nicht mein Fall! Das pult man so lange zwischen den Zähnen wieder raus…

  41. Aussehen hin oder her: Da ist ein einfacher, paktischer Nutzen. Wer jemals bei Oral-Spielchen ein Schamhaar zwischen den Zähnen oder im Rachen hatte, weiß wie das den Fluss unterbrechen kann.

    Aber daraus eine Religion machen?

    Willkommen auf Planet Ego…

  42. Da scheinen sich ja Lager gebildet zu haben und der Eindruck, dass es sich dabei um Ideologisierung bzw. Religionsbildung handelt, ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Natürlich weiß jeder nicht psychotische Mensch, dass eine Vagina nichts verschlingen kann, bzw. dass er es mit einer erwachsenen Frau statt einem kleinen Mädchen zu tun hat. Zu den Argumenten der Rasierfraktion ist zu entgegnen, dass Menschen beim Sex seit vielen Jahren gelegentlich Haare zwischen den Zähnen gehabt haben, ohne dass es sie allzu sehr gestört hätte. Das gleiche gilt für das Hygieneargument. Ich denke, dass es sich hier um Rationalisierungen handelt und dass es unterhalb der Oberfläche tiefere und weniger harmlose Motive gibt, wobei der Anteil „Modeerscheinung“ sicherlich auch nicht zu vernachlässigen ist. So ist der Aufwand an Zeit und Geld, die Genital- und Analregion völlig haarfrei zu halten, beträchtlich, und so erinnert manche verzweifelt klingende Anfrage, wie z.B. die Haare an Skrotum oder Anus restlos zu entfernen seien, eher an eine Phobie als an gesundes Körperempfinden. Die besagten männlichen Urängste waren bereits bei den Römern und auch in sämtlichen anderen Kulturen präsent, und Frau hat sich schon immer bemüht, diese zu beschwichtigen, nicht zuletzt um weiteren Schaden von sich abzuwenden (die Geschichte ist voll von derlei Ereignissen). Wenn man psychoanalytisch etwas bewandert ist wird augenscheinlich, dass der Trend nach präpubertär aussehenden Vulvae auch pädophile Neigungen bedient, dass die „Designer-Vulva“ durch Vereinheitlichung dafür sorgen soll, dass überraschende bzw. erschreckende Erfahrungen ausbleiben sollen. Die in der Literatur genannte Vagina dentata treibt im männlichen Unbewußten wahrscheinlich immer noch ihr Unwesen und es wäre eher an der Zeit, sich diesen Dingen zu stellen anstatt Frau unterwerfen und den eigenen Vorstellungen anpassen zu wollen. Damit sei keinesfalls gesagt, dass eine befriedigende Sexualität nicht auch zwischen rasierten Partnern möglich ist.

  43. Fundamentalismus tut der Spalte nicht gut! Ich meine selbstverständlich diese Rubrik hier. Lese gerade über angebliche männliche Befürchtungen verschlungen zu werden. Kann mir nichts schöneres vorstellen, ob behaart oder nicht! Streitet ruhig weiter, ich leck‘ inzwischen weiter – an meinem Vanille-Eis. Das Wichtigste habe ich schon weiter unten am 26.04.2009 geschrieben, und viel Neues ist meines Erachtens nicht dazu gekommen. Meine Empfehlung, liebe Anja Braun: Mach die Spalte zu!

  44. Es fragt sich, ob mit Fundamentalismus eine von der eigenen abweichende Meinung gemeint ist und der Wunsch, eine weitere Diskussion zu unterbinden. Ich meine, dass der soziokulturelle Aspekt der Massenerscheinung „Genitalrasur“ bei weitem noch nicht ausdiskutiert ist (hinsichtlich der tiefenpsychologischen Dimension sei auf den lesenswerten Artikel von Kerstin Steinbach „Die Genitalrasur“ verwiesen). Wenn man Modeerscheinungen als Epiphänomen des psychischen Zustands einer Gesellschaft betrachtet,wird der genaue Beobachter nicht umhin kommen, gemeinsam auftretende Erscheinungen wie Piercings, Tätowierungen, Schönheitsoperationen und eben Kastrationsäquivalente wie die Genitalrasur der Kategorie des selbstverletzenden Verhaltens (SVV) zuzuordnen, wie es charakteristisch für die Borderline-Störung ist. Nun sind sich soziopathologisch orientierte Autoren noch nicht einig, ob sich unsere Gesellschaft eher in Richtung narzißtisch oder borderlinig entwickelt, das Ergebnis bleibt abzuwarten. Beim Studium der Kommentare zum genitalen Kahlschlag ist der Aspekt interessant, dass es hauptsächlich Männer sind, die von ihren Frauen derlei verlangen, da scheint wieder der alte Wunsch nach Unterwerfung in verhüllter Form durchzuschimmern. Wie dem auch sei, lieber Lodda, fundamentalistisch wäre, dir dein Vanilleeislecken zu verbieten und nur noch Schokoladeeis zu erlauben, aber das will ja wohl niemand?

  45. Hallo allerseits,

    vorab: die rigide und vielleicht auch aggressive Einstellung von Jugendlichen hat Bommy am 11.2.2009 wunderbar beleuchtet.

    Bei mir selber hätte ich ein Problem damit; ich lebe privat völlig nackt und kann auch so bleiben, wenn vertrauenswürdiger Besuch da ist ( einzelne Nachbarn oder Freunde ). Unter den Augen dieser Menschen würde mein Körper m.E. seine Natürlichkeit verlieren und würde meine Sexualität betont. Das mag eine unterschwelige Empfindung sein, aber ich hätte ein komisches Bauchgefühl, wäre ich in dieser Weise rasiert; mit Schambehaarung bin ich gegenüber diesen Menschen völlig entspannt und normal.

    Netter Gruß, Thomas.

  46. Sagenhaft, was aus so einem Thema wird…

    Da sind also Intimrasuren Ausfluss einer Borderline gestörten Gesellschaft, während andere wiederum das sich Nacktbewegen durch die geehrte Nachbarschaft und den wohlsinnenden Freundeskreis als natürlich schlechthin hält…

    Sind wir nicht alle irgendwie exhibitionistische Borderlinies???

    Oder schwerst Bluna? Oh, du glückliche Gesellschaft!

    Unnatürlich ist absolut jede Art der Rasur und der Frisur einschliesslich Färberein und genau so unnatürlich ist alle Kleidung! Also ab zum Kaufmann und zur Maloche unrasiert wie nicht gekämmt so, wie wir nackt geboren! Der Zottelpelz wird uns schon wärmen und die zu knapp naturbefellten der Darwinistischen Auslese überantworten! Das ist wahrhaft natürlich…

    Auf, auf… hier hat es gerade Schneesturm und -10°C!

    Und lasst das Auto stehen… Zu Fuss ist angesagt oder Schwimmen! Die beiden einzig wahren Fortbewegungsarten, die für uns Menschen seitens der Natürlichkeit vorgegeben sind.

    Oh Hosiana… oder jedem Tierchen wenigstens ein Plaisir!