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Kuscheln für Fortgeschrittene

Sich den Traumpartner einfach stricken? Wäre praktisch, geht ja leider nicht.
Bei Geschlechtsteilen sieht es da inzwischen anders aus – von der kanadischen Künstlerin Shannon Gerard gibt es Kuscheltiere mit Realismusfaktor, die den heimischen Teddybär erröten lassen dürften.

Entstanden ist die Idee aus einer Notsituation heraus: Als Gerard bei ihrem Freund einen Knoten im Hoden ertastet, stellt sie fest, dass in Punkto Krebsvorsorge große Unterschiede zwischen Männern und Frauen gemacht werden: Während die Google-Recherche zu Brustkrebs tausende Treffer erzielt, wird Hodenkrebs als Randphänomen behandelt, obwohl gerade die Früherkennung die höchsten Heilungschancen verspricht.
Die gestrickten Hoden und Brüste aus dem „Dinks and Boobs“-Früherkennungs-Set werden mit eingenähten Knoten und einer Anleitung zum Abtasten geliefert. So kann spielerisch geübt und die Hemmung vor monatlichen Eigenuntersuchungen abgebaut werden.

Doch auch ansonsten betreibt die Künstlerin Aufklärungsarbeit: Das Erwachsenen-Fingerpuppenset zeigt Ungeübten, wie was zusammengehört – und lockert so die zwischenmenschliche Kommunikation auf.

Wir vom Feigenblatt finden Do-it-yourself ja grundsätzlich gut – über den pädagogischen Effekt dieser Toys freuen wir uns umso mehr.

via: Vice Austria

2 Kommentare

  1. „Innies“ und „Outies“ (beim Fingerpuppenset) find ich sehr hübsch. Wär vielleicht eine Anregung fürs Geschlechterteilebenennen (obwohl … „Reinis“ und „Rausis“ …)

  2. Sehr schöne Idee. Erinnert mich ganz stark an ähnliche gestrickte Körperteile im Bereich der Geburtsvorbereitung. Dort werden dehnbare Körperteile aus Filz oder Wolle verwendet.