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Heißer Herbst in Berlin – Teil 2

So, die erste Woche ist um und bis zum Beginn der nächsten lustvollen Herausforderungen bleibt sogar noch eine kurze Verschnaufpause. Mit dem Porn Film Festival wird morgen aber schon die nächste Runde eingeläutet. Für das 4. Mal hat Jürgen Brüning zusammen mit seinem Team einen unglaublichen Blumenstrauß an Sexstreifen ins Berliner Moviemento geholt.
Meine Programmhighlights nach dem ersten Durchforsten des Katalogs sind:

  • Porndogs: The Adventures of Sadie – in der Persiflage auf Pornoklischees, Geschlechterbilder und Rollenstereotypen sind die Darsteller Hunde, denen die Stimmen von Pornolegenden verliehen wurden. Schweinchen Babe goes Porno.
    (Donnerstag, 22:30 Uhr)
  • An Extraordinary Study in Human Degradation – der schwedische Filmemacher Patrik Eriksson dokumentiert die Lebenskrise nach der Trennung von seiner Freundin, und wie er sie überwindet.
    (Donnerstag, 0 Uhr)
  • Petra-Joy-Award: die Filmemacherin kürt die besten Einsendungen von Hobbyfilmerinnen, die in 5 Minuten langen Kurzfilmen zeigen, was für sie erotisch ist. Vorher gibt eine Dokumentation Einblick in das bisherige Schaffen der feministischen Porno-Produzentin.
    (Samstag, 22 Uhr)

Ich kann aber nur empfehlen, selbst einmal im Online-Programmheft zu stöbern – die Geschmäcker sind ja verschieden.

Ab Freitag sei dann auch der Gang auf die andere Straßenseite ans Herz gelegt, um dem 1. Festival für erotische Literatur beizuwohnen. Die Erophil beginnt Freitagabend mit der Aufführung des Director’s Cut von Pasolinis 120 Tagen von Sodom (20 Uhr, Etage 70). Am Wochenende zeigen dann zahlreiche Verlage erotische Literatur auf der Fach- und Publikumsmesse, darunter konkursbuch, blue panther books und Matthes & Seitz, aber auch das Feigenblatt hat einen Stand.
Parallel findet Samstags eine Fachtagung statt, mit Vorträgen und Diskussionen zu Zensur, Nischen und aktuellen Entwicklungen der erotischen Literatur.

Zwei tolle Veranstaltungen, die nur durch das Herzblut und Engagement seiner Macher so möglich sind – kommen Sie, kaufen Sie!

3 Kommentare

  1. „Porndogs“ war meines Erachtens die Krönung des Humors. Aber trotzdem grausam Nah an der Realität. 😉

  2. Pingback: Ankündigung: Porn Film Festival in Berlin | Feigenblatt Magazin