Das aktuelle Feigenblatt

Heimliche Küsse, verbotene Berührungen - nichts ist so verführerisch wie fremde Haut. Aber was passiert eigentlich, wenn wir der Versuchung nachgegeben haben? Kann man offen mit dem Seitensprung umgehen, ohne den anderen zu verletzen? Geschichten und Bilder zwischen Lust und Leid.
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Über Feigenblatt

Die schönste Zeitschrift für die schönste Sache der Welt - mit Kurz­ge­schichten, Essays, Aktfotografien und aktuellen Rezensionen. Das erotische Kultur­magazin für sie und ihn - alle drei Monate zu einem neuen Thema.

Theresa

Neue Weisheiten

Liebesgrüße aus dem Epizentrum des Fremdschämens – also known as: der Cluburlaub. Die dreckigen Details zu meinen drei kurzen, aber heftigen Urlaubslieben (Noah, 3Kommst du mit in die Mini Disco?” // Udo, 81Isch komm von da wo Schallke herkommt!” // Mohammed, 30We get married. You need good man, strrrong, for fuck!“) wollen wir an dieser Stelle mal ausblenden. Wenn Sie denken, ich würde ansonsten nichts tun, außer mir wie ein Kolibri täglich 2/3 meines eigenen Körpergewichts am Buffet einzuverleiben, liegen Sie, hust, zwar nicht gänzlich grundfalsch, aber Sie wissen ja: Sexologen kennen keinen Urlaub!

Deswegen: Die neuesten Erkenntnisse aus der Fachpresse, also known as: lustige bunte Frauenzeitschriften.

Die Myself beispielsweise empfiehlt im Artikel “Schon drin?” den heimischen Personal Computer als ultimatives Sex Toy.

Gut, ist nur so mittel innovativ jetzt. Ganz anders die Glamour, ich muss immer noch lachen: In der Rubrik “Ist es okay..?”, in der die LeserInnen darüber abstimmen, was geht und was nicht, entscheiden sich 94 Prozent der BefragtInnen dagegen, einen alkoholgetränkten Tampon einzuführen um schneller und günstiger in Feierlaune zu kommen, wie es, laut Glamour ja gerade en vogue sei.

Was ich mich jetzt frage: Was machen die restlichen sechs Prozent? Liegen die deliriös und weggetreten in den gynäkologischen Notaufnahmen des Glamour-Verbreitungsradius? Tut das nicht, ehm, ziemlich brennen? Ich will Sie hier ja nicht zu irgendwelchem Blödsinn ermutigen, Ladies – aber sollte sich eine von Ihnen jetzt animiert fühlen, das auszuprobieren, will ich augenblicklich einen Erfahrungsbericht!

Bis dahin bin ich noch ein bisschen skeptisch – wenn das wirklich funktionieren würde, hätte das doch spätestens in den Siebzigern jemand erfunden und publik gemacht, oder etwa nicht?

Ferner proklamiert die Glamour unsere Sex-Wünsche für das Jahr 2010:
55 Prozent der Leserinnen würden lieber auf Sex verzichten, als aufs Küssen, bei den Männern -voll unromantisch, war ja mal wieder klar- lediglich 28 Prozent. Dafür wollen 68 Prozent der Weibchen lieber einen Partner, der auf Fesselspiele und SM steht, als einen, der im Bett nie einen Mucks von sich gibt. Also: Mund auf, Männer!
Die würden dafür lieber ein Jahr auf Sex verzichten, als ihre Freunde zu sehen (67 Prozent), bis vierzig großartigen Sex haben und dann sterben (71 Prozent) als lange gesund im Zölibat zu leben und lieber eine kluge, mittelhübsche Partnerin haben (79 Prozent) als eine strohdoofe Superattraktive. (Wir Frauen haben natürlich mal wieder viel mehr Tiefgang: Lediglich 5 Prozent würden sich für die hübsche Dumpfbacke entscheiden).

Auch die US-Glamour sorgt für jede Menge intersexuelle Verständigung: The Annual Man Issue (Februar 2009) klärt uns auf, was Männer denken, wenn sie mit uns Pornos schauen (Diese Länge ist doch nicht normal, hoffentlich will sie das jetzt nicht nachmachen, hört sie jetzt bitte endlich auf, über die Darstellerin zu lästern, das ist ein Porno, keine Topmodel-Sendung)

Noch mehr Weisheit können Sie ja hier nachlesen. Ich hab ja Urlaub, wissen Sie – Noah, Udo und Mohammed warten nicht so gern!

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Theresa

“auf Myspace haste besser ausgesehen”

Ich persönlich lauf ja lieber in Tütü und High Heels den Wiener Gürtel (Wikipedia says: Bordellmeile!) runter, als mich länger als zwingend nötig auf myspace aufzuhalten: Die Ladies auf der Straße werden fürs Arsch und Titten zeigen wenigstens bezahlt und hinterherhupen und -gröhlen ist doch insgesamt irgendwie ehrlicher als eine orthographisch höchst zweifelhafte Variation des immerselben Themas:

“Hey…schöne Fotos…was machst denn heute noch?”

Aber hey; schöne neue Datingwelt – don´t knock it ´till you´ve tried it! Sollten Sie also nichts besseres zu tun haben/ nicht so gern aus dem Haus gehen/ mal schauen wollen was sich da draußen so alles tummelt, es gibt gute Neuigkeiten!

Der amerikanische Onlinedatingservice OK Cupid hat in einer ziemlich umfangreichen Studie herausgefunden, wie das Profilfoto aussieht, mit dem man im Weltnetz wirklich was abgreift.

Dabei wurden 7000 Bilder anhand von drei Kriterien analysiert: Gesichtsausdruck, Grad der Nacktheit und Kontext, in dem das Foto entstanden ist.
Für Sie elegant kurz zusammengefasst: Der goldene Schnitt des Onlinedatings.

Lächeln ist ja immer gut, sagt man so. Denkste! Lippen schürzen und die Kamera um einen Lolli anbetteln, Ladies! Bei Männern sieht die Sache genau anders aus, nämlich: mysteriös, bitteschön. Mit einem leichten Lächeln um die Mundwinkel. Die Augen auf einen Punkt in der Ferne fixiert, der vermutlich irgendwas mit einer extrem prägnanten Lösung des Nahostkonflikts zu tun hat.

Sie ahnten es sicherlich bereits: Titten und Arsch sind nie verkehrt. Selbiges gilt für Waschbrettbäuche – sofern sie sich als solche titulieren lassen können.

Doch obacht, jetzt wirds schockierend: Der klassische myspace-Shot, sprich ein Selbstporträt fotografiert von schräg oben mit kuhäugigem Gesichtsausdruck, nennen wirs doch schlicht “Blowjobperspektive”, kommt tatsächlich am besten an.

Das also wollen Männer. Puh. Lust auf noch mehr Klischees? Die Kollegen vom Spreeblick haben gemäß OK cupid´s Statistiken den perfekten Mann entworfen. Er ist knackig, leicht bekleidet, UND: voll süüüüüß, er mag Tiere!

Während er so versonnen sein Pony streichelt, erfindet er ein Mittel gegen Krebs. Ganz bestimmt.

Nebenbei fällt mir übrigens grad auf, dass OK Cupid mir Männer aus meiner Stadt empfiehlt…Gar nicht mal so übel Baby!

Ich bin dann mal weg. Meine Webcam anhimmeln. Leiht mir noch wer sein Babyhaustier?

via: Spreeblick

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Anja Braun

Schulmädchen-Report

Was heute unfreiwillig komisch klingt, kennen viele noch aus ihrer Jugend: die vielen Krankheiten, die angeblich durch Selbstbefriedigung hervorgerufen werden. Wieviele Schuldgefühle und Vorurteile noch auf dem Thema lasten, möchten wir mit unserer Umfrage herausfinden – bis Ende dieser Woche können Sie noch teilnehmen.

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Theresa

Pfadfinderhumor

Es gibt ja Monate, da bleibt man besser im Bett. Weil einem das meist erst ex post ante oder zumindest viel zu spät auffällt, brauchen wir Kompensation, Liebe, Trost und Hoffnung auf bessere Zeiten.
Die katharsische Heilwirkung von niedlichen kleinen Tieren und der Dokumentation dessen, was sie alles niedliches kleines tun, dürfte inzwischen kommunikationspädagogisch und/oder [...]

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Theresa

Fernsehtip: Cut-Up – Sinnesfreuden

Hanif Kureishi hat das mal ziemlich gescheit formuliert:
“Die Leute wollen nicht, dass man zu viel Vergnügen hat; sie glauben, das sei schlecht für einen. Man könnte es ja plötzlich immerzu wollen. Wie beunruhigend doch alles Verlangen wirkt! Ein Teufel, der nie schläft oder stillhält. Verlangen ist etwas Ungezogenes und passt nicht zu unseren Idealen, deshalb [...]

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Theresa

read my lips

Okay, we´ll try not to be all “what the fuck” about this, but, you know..what the fuck?
Sich ab und an als pornosozialisierte Großstadtschnepfe beschimpfen zu lassen, weil man auf Waxing steht: Ooh-kahay. RTL2-Dokus über Scham­lippen­verkleinerungen (damit das Fahrradfahren endlich wieder Spaß macht): sehr grenzwertig.
Die Gute Nachricht: Amerika ist uns wieder mal einen Schritt voraus und [...]

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Theresa

Schlagobers oder Schokosoße?

Liebe Leser – und Innen,
ich weiß ja nicht, worüber Sie sich so ihre hübschen Köpfchen zerbrechen – na gut, von ihren Masturbationsfantasien vielleicht mal abgesehen.
De fakto kann man aber doch auch nicht ständig drüber nachdenken, wie das denn jetzt eigentlich wirklich mit dem G-Punkt ist, ob der Anus unser demokratischster Körperteil ist, oder [...]

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Herbert Braun

Umfrage zur Selbstbefriedigung

Über den Solo-Sex spricht man nicht gern. Für unser nächstes Heft zum Thema “Eigenliebe” wüssten wir aber gerne etwas mehr über dieses wohlgehütete Geheimnis.
Nur Mut, die Umfrage dauert nicht lang! Klicken Sie bitte nach jeder Frage auf “Antwort abschicken”. Und wenn Sie uns zum Thema Masturbation noch etwas (Jugendfreies!) zu sagen haben, freuen wir uns [...]

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