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Die letzte Erotikbuchhandlung gibt auf

Das erotische KabinettWenn eine Buchhandlung ihre Regale verkauft, ist das ein sehr schlechtes Zeichen. Und genau das macht gerade die Münchner Erotik-Buchhandlung „Literatour und Blütenlust“, mit der wir in den vergangenen Jahren immer sehr gern zusammengearbeitet haben. Für eine Lesung stand ich dort auch mal auf der Bühne.

Das Ende von „Literatur und Blütenlust“ und insbesondere des „Erotischen Kabinetts“ ist um so trauriger, als es nun überhaupt keine Buchhandlung mehr in Deutschland gibt, die sich auf dieses Thema spezialisiert hat. (Falls doch, sage man uns bitte Bescheid!) „Lustwandel“ in Berlin hat ja schon vor Jahren aufgehört. Und bevor ich jetzt noch ganz niedergeschlagen daran denke, dass das Erotik-Buchfestival Erophil auch nur einmal stattgefunden hat und jeder nur noch heimlich E-Books von nicht immer überzeugender literarischer Qualität herunterlädt, zwei tröstende Schlussbemerkungen:

1.) Die Bücher der Erotischen Kabinetts gibt es jetzt um 30 Prozent reduziert. Und das kurz vor Weihnachten!

2.) Jürgen Rapprich und Christa Schmid schließen ihre Rundmail mit „So ganz endgültig verabschieden wollen wir uns aber doch noch nicht. Vielleicht ergibt sich noch das eine oder andere im Bereich der erotischen Literatur, mit dem wir uns dann wieder bei Ihnen melden würden.“

Wir hoffen darauf!

Autor: Herbert Braun

Mitherausgeber des Feigenblatt Magazin und sowas wie der Chefredakteur.