
Wochenschau: Das Ende der Männer
Jaja, Charlotte Roches “Feuchtgebiete”, Sie können’s nicht mehr hören. Ich habe auch ein schlechtes Gewissen dabei, zu dem nicht enden wollenden Rummel mein kleines Scherflein beizutragen, aber diese harsche Rezension ist es wert: Die Zeit.de-Sexbloggerin Sigrid Neudecker entlarvt den angeblich postfeministischen Roman als kalkulierte Provokation. Interessanter als das Buch sind ohnehin die Reaktionen darauf: Vom Promi-Bonus und der kindischen Freude der Intellektuellen an Grenzüberschreitungen bis hin zu den Verkaufsrekorden, dem Talkshow-Marathon und den zunehmend kritischen Stimmen ist “Feuchtgebiete” ein wunderbares Beispiel für den Schweinezyklus in den Medien. Noch nie habe ich bei den Amazon-Kundenrezensionen so viele Verrisse gesehen wie zu diesem Buch – natürlich ist es dort trotzdem noch die Nummer eins. Unsere kleine Rezension der Hörbuchfassung stand übrigens in Feigenblatt 11.
Wo wir schon bei den unerfreulichen Begleiterscheinungen der Sexualität sind: Die Ansteckungsraten bei Geschlechtskrankheiten sind stark am Steigen – und zwar weniger bei Teenagern (für die man sich ja eine Menge Aufklärungskampagnen ausdenkt), sondern bei den Über-45-Jährigen. Schön, dass es in dieser Altersgruppe so viel sexuelle Aktivität gibt, aber man möchte meinen, dass ein Mittvierziger die Sache mit den Gummitütchen verstanden haben sollte.
Schubladenschrank auf High Heels, Minibar hinter Holzbusen: Spiegel online hat ein paar unglaublich scheußliche Möbel entdeckt.
Gelegentlich zeigt die Natur sonderbare Launen und entschließt sich, einen Menschen nicht in das Männer- oder Frauenfach zu stecken, sondern irgendwohin dazwischen. Zwitter kennen wir vor allem aus Mythen und Fantasien, wo sie Symbol der Ganzheit, alptraumhafte Bedrohung oder sexuelle Verlockung sind. Welche gewöhnlichen und nicht so gewöhnlichen Probleme ein jugendlicher Intersexueller tatsächlich hat, zeigt ein ungewöhnlicher Film aus Argentinien, der gerade in unseren Kinos läuft. Die Presse ist sehr angetan von “XXY”.
A propos Ypsilon: Das Männer-Chromosom schrumpft rapide – zumindest für die Zeitmaßstäbe der Evolutionsbiologie. In 125.000 Jahren, schätzen Genetiker, könnte von diesem sonderbaren Chromosom nichts mehr übrig sein.
Die isländische Band Sigur Rós hat sich freundlicherweise bereit erklärt, das aktuelle Feigenblatt zu vertonen:
Andere Rückmeldungen zum neuen Heft haben wir auf Silke Maschingers kleinem Sexblog und auf Bild.de erhalten – was uns sehr gefreut hat.
Und noch mehr Eigenwerbung: Seit letzter Woch bieten wir einen monatlichen (natürlich kostenlosen) Newsletter an mit Veranstaltungsinformationen, Texten und dem Besten aus dem Feigenblog. Ab der zweiten Ausgabe gibt es für nachweislich volljährige Leser auch eine Erwachsenenversion des Newsletters.
Nach so viel Text ein bisschen Abkühlung. Das ErosBlog hat in seinen Archiven gewühlt und dieses Fundstück aufgetan.


Mir als nicht Betroffenem war nie klar, was für ein schweres Schicksal Besitzerinnen der Glandulae mammariae täglich tragen müssen: “Wenn alles nach Plan läuft, werden [meine Brüste] ihre eigentliche Funktion ungefähr in drei von den 70 Jahren erfüllen, in denen ich sie habe”, schreibt eine amerikanische Journalistin, “in der restlichen Zeit sind sie abwechselnd im Weg und bringen mich in Verlegenheit.” Damit beim Joggen das lästige Gewippe vor dem Brustkorb wenigstens den Strom für den iPod erzeugt, hat sich die Autorin dieses
Einsamkeit, liebe Mitmänner, ist ein schweres Los. Wenn die 9Live-Moderatorin Ihre einzige Gesprächspartnerin und zum Kuscheln nur das Schmusekissen da ist, könnte Sie eine 









