Alle Österreicher (und solche, die ORF 2 empfangen) sollten sich den Montagabend rot im Kalender markieren:
Um 22:30 widmet sich das vierteljährlich ausgestrahlte Kulturmagazin diesmal ganz dem Thema “Liebe und Sünde”:
Richard David Precht, Philosoph und Autor von “Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?” und “Liebe – ein unordentliches Gefühl” erklärt, warum Liebesbeziehungen oft wie nach Drehbuch ablaufen, und was man tun kann wenn man das Gefühl hat, sich im falschen Film zu befinden.
Eva Menasse präsentiert ihren neuen Erzählband “Lässliche Todsünden”. Durch den Abend führen Dieter Moor und Gastkritikerin Sigrid Löffler.
Montag, 12. Oktober 22:30 ORF 2
Laura Méritts Erotikshop in Berlin-Kreuzberg präsentiert am 25. September ab 18 Uhr im Freuden-Salon in der Fürbringerstraße 2 ein Treffen im Rahmen des PorYes Festivals.
PorYes ist die erste feministische Pornofilm-Preisverleihung Europas, die am 17. Oktober in Berlin stattfindet. Ausgezeichnet werden Werke, die die Vielfältigkeit weiblicher Lust in sexpositivem Sinne darstellen.
In der hochkarätigen Jury sitzen neben Laura Méritt und der britischen Filmemacherin Petra Joy auch die amerikanische Grand Lady der Bewegung, Candida Royalle.
Ziel der PorYes-Bewegung ist eine Verbesserung der Qualitätsstandards des Genres sowie ein Gütesiegel für interessierte Konsumenten.
Der Freuden-Salon von Sexclusivitäten zeigt diesen Freitag einige der eingereichten Filme, der Eintritt beträgt drei Euro.

Bevor wir morgen endlich unseren wohlverdienten Urlaub antreten (sorry, liebe Besteller, wir sind die nächsten zwei Wochen nicht in Deutschland, die Auslieferung von Heften wird sich also verzögern) habe ich hier noch einen Tipp für alle Berliner und Berlin-Besucher:
Am nächsten Freitag findet hier die xplore statt, ein “Wochenende zur Kunst der Lust und Lust der Kunst”, eine Veranstaltung zu kreativer Sexualität, BDSM, Performance und Ritual. Über 20 Dozenten vermitteln in Workshops und Performances ihr Spezialwissen über SM und BDSM, Tantra, sinnlichen Tanz und vieles mehr.
Das Programm gliedert sich in die Bereiche “Praktiken der Kunst”, “Praktiken des Körpers” und “Pratiken der Liebe”. Dabei lernen die Teilnehmer zum Beispiel, dass Folgen und Führen Bestandteile des Tango aber auch des BDSM sind. Performerin Bridge Markland, die virtuos in ihren Bühnenshows zwischen den Geschlechtern wechselt, lehrt die Kunst des Zungenkusses, und Felix Ruckert, der bekannte Choreograph und Initiator der xplore, vermittelt einen ganz besonderen Tanz – den der Peitsche. Für zartere Gemüter stehen aber auch Anleitungen für sinnliche Massagen stehen auf dem Programm.
Allen Menschen, die sich näher mit ihrer Lust und Sinnlichkeit auseinandersetzen wollen, kann ich diese Veranstaltung nur ans Herz legen – als eine entspannnte und lustvolle Expedition in die Höhen und Abgründe menschlichen Erfindungsgeists in Sachen Sexualität. Die Workshops sind offen und bieten unkonventionell denkenden und liebenden Menschen jeder sexuellen Identität und Orientierung die Möglichkeit zur Teilnahme.
Das Programm gibt es auf www.xplore-berlin.de, Tickets sind aber nur noch vor Ort erhältlich.

Filmfreunden im hohen Norden wird ab morgen etwas ganz Besonderes geboten: 10 Tage lang gibt das Fetisch Film Festival in Kiel einen Überblick über die “besten Filme” aus dem faszinierenden Themenfeld Fetisch/SM. Neben jeder Menge Lack und Leder, vorzugsweise in schwarzer Farbe, geht es dort auch
um einvernehmliche sadomasochistische spielerische Inszenierungen.

“Fetisch ist zu einem Symbol-/Sammel-Begriff für deviante, von der Norm
abweichende Sexualität und Fantasien geworden,” so der Veranstalter des Festivals. “Bis vor wenigen Jahrzehnten unterlagen Fetisch und SM der gesellschaftlichen Tabuisierung (wobei das Verbot wiederum zu einem zusätzlichen Reiz führte). Mittlerweile ist die Subkultur sichtbar geworden, wird gesellschaftlich
toleriert/akzeptiert, ästhetische Elemente werden aufgegriffen in Mode, Werbung, Musikvideos…”
Das Traum-Kino im Kieler Grasweg 14 zeigt die ganze Bandbreite der Fetisch-Szene. Die Highlights des diesjährigen Festivals sind:
- WANDA SM
wo Irene Andessner so glaubhaft zur launisch-herrischen Wanda von Sacher-Masoch wird
- HIGH ON HEELS
Der Himmel des Fußfetischisten mit Dita von Teese und der vollbusigen Stacia
- GOING UNDER
Ein Film, der angenehm volle Charaktere, Dialoge und Atmosphären kreiert.
- MANO DESTR
Eine schwarzweiße lesbische Meditation.
- BOUND FOR PLEASURE
Interviews mit den Dominas von Neuseeland.
- SADISTIC LADIES OF CRUELLA Vol.13
Drei strikte Femdom-Fantasien.
- THE PET
Faszinierend und beängstigend zugleich, bringt dieser Film eine SM-Ambivalenz auf
den Punkt.
- TABUBRUCH
Endlich ein Interviewfilm, der den Leuten wirklich Zeit gibt!
- BORN IN A BARN
Eine Ponyplay-Dokumentation mit Gefühl.
- BE MY SLAVE
Hier blickt der Zuschauer in Sklavenposition zu Carmen Rivera
hinauf.
- MEINS
Ein Debütfilm über Macht, Abhängigkeit und Liebe mit Sinn für
irritierende Zwischentöne
- A MASTER/slave-MARRIAGE
Gabriele Hoffs Dokumentarfilm entspricht dem humanen
Geist von FEIGENBLATT
Das ganze Programm ist unter www.fetisch-film-festival.de/ einzusehen.
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Alles Gute zum Geburtstag, Anja! Mögen Kraft, Ideen und Mut (naja, und Geld) für mindestens weitere elf Feigenblätter reichen!
Die Anatomie der Frau: ein Geheimnis?
Von dem uralten Fruchtbarkeits- und Machtsymbol geht eine erotische Anziehungskraft aus, die oft genug tabuisiert wurde. Schluss damit! Die Malerin Monika Herschberger und die Fotografin Doris Laura Heneis begeben sich schamlos und zugleich spielerisch auf eine Entdeckungsreise der Vagina. Das Objekt der Begierde ist facettenreich und das spiegelt sich in den Ausstellungsstücken wider – von dreidimensionalen Glücksmuschis aus verschiedensten Materialien über das akustische “Lexikon der Münder” bis hin zum Mundvideo – und vieles mehr.
Erste Station von “Muschis auf Tour” ist das Biron-Museum in Wien, die Vernissage findet dort am 24. Oktober um 19 Uhr statt. Um einen (un)bekannten Blick auf das da unten zu werfen lohnt es sich und zudem ist der Eintritt frei. Also nichts wie hin und viel Spaß!

Freunde der Vampirromane kommen auf ihre Kosten: Nox Migratio Events & Catering und Nerodom veranstalten eine Lesung mit der jungen Autorin Monika De Giorgi, die am 9.10. aus ihrem erotischen Vampirroman “Edens Asche” vorlesen wird. Der Protagonist der Handlung ist der junge und erfolgreiche Damian, der von einer Nacht zum anderen feststellen muss, dass er sein Leben doch nicht unter Kontrolle hat wie er zuvor gedacht hatte. Er gerät in “ein Labyrinth aus verwirrenden Emotionen, Alpträumen, Hass, Rache und Tod” (so der Klappentext). Die einzige Person, die ihm da noch helfen kann, ist der geheimnisvolle Nachtschatten Joshua. Dieser tritt als dunkler, aber schützender Engel auf.

Wer jetzt schon neugierig geworden ist, sollte sich diese Veranstaltung nicht entgehen lassen. Die Lesung findet voraussichtlich zwischen 21:15 Uhr und 21:45 Uhr statt. Interessierte sind herzlich eingeladen und wer sich vorher noch eine Kostprobe der Erstveröffentlichung De Giorgis gönnen möchte, für die gibt es auf ihrer Homepage www.midnight-fairytales.de ein Auszug ihres Romans
Beginn: 20:00 Uhr, Eintritt: frei.
Lesung & Show im Dark Ambiente – Mittelalter – Gothic im Nerodom (Ganghofer Str. 74, 81373 München).
Eine Bereicherung für die Ausstellung der historischen Sammlung von Beate Uhse bietet die Internet-Erotik-Kunstgalerie Inasaja im Erotik-Museum Berlin. Der “Platz der schönen Künste” hält was er verspricht und präsentiert eine unvorstellbare Auswahl von wunderschönen Darstellungsmöglichkeiten der Erotik: von Skulpturen, Malerei, Fotografien über Keramik, Zeichnungen, Karikaturen bis hin zu Bücher, Schmuck, Kalender und und und….

Die Künstler Jean Raymond Vuigner, Janett Noack, Olaf Stoy, Ulrich Eissner, Siegfried Adam, Enrico Scotta und Erika Lust verleihen dem schönsten Thema der Welt auf individuell-originelle Weise einen ganz besonderen Platz in ihren Werken. Am 28. September eröffnen die sieben Künstler die INASAJA Wechselausstellung “Der Zeitgeist der erotischen Kunst” am Place des beaux arts im Beate Uhse Erotik Museum Berlin (Joachimstaler Straße 4).
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 9 – 24 Uhr und Sonntag 13 – 24 Uhr.
Achtung: Eintritt nur ab 18 Jahren!