Juhu, heute Abend gibt es endlich wieder Gelegenheit, den Qualitätssender RTLII anzuschalten, denn um 22 Uhr 10 startet die neue zweite Staffel von Californication mit dem unwiderstehlichen David Duchovny. Und zwar gleich mit vier Folgen!
Das ist mit Sicherheit interessanter als der traurige xte Aufguss von SATC.
Wer guckt mit?

Was am im Mai 2005 in einer Galerie in Friedrichshain als private Veranstaltungen vor Freunden begann, wuchs in den kommenden Jahren zu einem respektablen Veranstaltungsprogramm heran. Und noch immer sind die Veranstaltungen von Silke Maschinger und Enno E. Peter, die einen offenen Austausch über Erotik und Sexualität bieten wollen, ziemlich einzigartig.
Im Jubiläums-Salon werden morgen – also am Dienstag, den 1. Juni – folgende spannende Gäste und Themen präsentiert:
- Die Autorin und Journalistin Dietlind Tornieporth aus München schrieb das Buch “Die perfekte Verführerin” und zeigt Frauen in ihren Seminaren, wie sie erfolgreich einen Mann erobern. Sie wird Tipps fürs Verführen geben und mit dem Publikum eine kleine Flirtübung durchführen.
- Das Feigenblatt-Magazin wird ebenfalls 5 Jahre alt und die Herausgeberin Anja Braun (das bin ich!) wird über die Herausforderungen berichten, ein anspruchsvolles Erotikmagazin herauszugeben.
- Die Berliner Unternehmerin Heide Meyer, die das Dessousgeschäft “Lady M” aufbaute, erzählt aus ihrer über 50jährigen Erfahrung. Wie haben sich Dessous modisch in den letzten Jahrzehnten verändert? Und wie unser Umgang mit dem Kauf schöner Wäsche?
- Jens Petersen, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit der Berliner Aidshilfe e.V., informiert über die aktuellen Herausforderungen des Vereins.
Zum Abschluss des Abends folgt eine rasante und vergnügliche Versteigerung der auf Salonseite aufgeführten schönen Produkte. Wer etwas ersteigern möchten, sollte also genügend Bargeld mitbringen!
Der ersteigerte Betrag wird am Abend der Berliner Aidshilfe e.V. übergeben.
Datum: Dienstag, 1. Juni 2010
Beginn: 20 Uhr, Einlass 19.30 Uhr
Ort: Soda-Salon (Eingang auf dem Gelände der Kulturbrauerei)
Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin (U2 Eberswalder Straße)
Abendkasse 12 Euro, Vorverkauf per Paypal: Salon-Website.

Übermorgen noch nichts vor? Dann wäre das vielleicht ein schönes Abendprogramm: Am Donnerstag, den 18.03.10. zeigen die Macher des Erotischen Salons im Moviemento den wunderschönen Film Lucia & der Sex:
Die junge Lucía (Paz Vega) arbeitet als Kellnerin in einem Restaurant in Madrid. Sie verliert ihre große Liebe, den Schriftsteller Lorenzo (Tristán Ulloa), und macht sich auf die Suche nach dem verschwundenen Geliebten. Ihre Spurensuche führt sie auf eine Insel, fernab im Mittelmeer, gleichsam ein symbolisches Paradies, wo Wunden heilen können und die Liebenden nach vielen Irrwegen wieder zueinander finden.
LUCÍA UND DER SEX ist brillante Filmkunst, voller Erotik und Sinnlichkeit – sicher der ambitionierteste Film von Julio Medem, der in Spanien bereits mehr als 1,2 Millionen Besucher ins Kino lockte.
Vor jedem Film geben die Salonveranstalter eine Einführung in die Hintergründe und Bedeutung des Films. Nach der Aufführung können die Gäste im Wintergarten des Kinos in gewohnter Salonmanier miteinander ins Gespräch kommen. Zur Unterstützung einer anregenden Gesprächsatmosphäre spendiert Sensatonics seine anregenden Pflanzenliköre!
Donnerstag, 18. März 2010, Beginn 20 Uhr im Kino Moviemento, Kottbusser Damm 22, 10967 Berlin (U8-Schönleinstraße). Der Eintritt kostet 10 Euro, Reservierungen sind möglich über Cinetixx.

Für Wienerinnen und Wiener gibt es an diesem Wochenende eine interessante Veranstaltung: Im Rahmen der Spa Health & Beauty findet ein Sexualkongress zum Thema Sexualität, Partnerschaft, Spiritualität & Gesundheit statt. Das Vortrags- und Rahmenprogramm mit den Schwerpunkten “erfüllte Partnerschaft, lebendige Sexualität und gelungene Beziehungen” wendet sich vor allem an Paare. Die Referenten und Experten laden zu Vorträgen, themenbezogenen Filmen, Workshops und Diskussionen sowie Bühnenshows ein, darunter auch Tango und erotische Kunst.
Hier ein paar Highlights aus dem Programm:
- zur Eröffnung zeigt Kabarettist Bernhard Ludwig (Anleitung zur sexuellen Unzufriedenheit) Ausschnitte aus seinem neuen Programm “10in2 – LustvollLeben” (Freitag, 26.2., 11:30)
- über die neuesten Trends bei Love-Toys und Erotik-Acessoires spricht Judit Rabenstein, Gesellschafterin von österreichischem Erotik-Lifestyle-Unternehmen Magnolias (Freitag, 26.2., 16:30)
- zwei Tantra-Workshops finden am Samstag statt: „Tantra ist Ausdehnung“ (12:30) und „Tantra – Übungen und Rituale im sexuellen Yoga“ (15:30, beides Samstag 27.2.)
- hitzige Debatten gibt es sicher bei der Podiumsdiskussion über die Chancen und Risiken von Intimchirurgie – in der Runde sitzen ein Facharzt, ein Medizintechniker, eine Tantra-Lehrerin sowie Judit Rabenstein von Magnolias (Sonntag, 28.2., 14:00)
Das vollständige Programm findet sich auf der Messe-Webseite. Dort gibt es auch einen 2-Euro-Rabattgutschein auf das Kombiticket für 13 Euro – dieses gilt für alle drei Tage und berechtigt auch zum Besuch der Spa Health & Beauty. Schade, dass wir nicht dabei sein können, aber der Feigenblatt-Redaktionsschluss hat Vorrang.
Allen Freunden des Hinterteils, Gesäßes, Popos, Arsches (mein Synonymwörterbuch hätte da noch einiges in Petto, aber das erspar ich uns allen und den lieben Kindern zuhause jetzt mal) sei der heutige Arte-Themenabend ans Herz gelegt.

Blickfang Po – eine kurze Geschichte des Hinterteils beginnt um 22:15 und schon die Vintage-Fotogalerie macht ja einen sehr vielversprechenden ersten Eindruck.


In diesem Sinne: Viel Spaß heut Abend, Freunde des Mokkastübchens!
(Excusez-moi beaucoup, ich konnte grad nicht anders)
via: Arte auf Facebook, wo sich gerade alle die Köpfe einschlagen über Jugendschutzfragen
Heute startet das zweite Fetisch Film Festival im hohen Norden! Vom 29. bis 31. Oktober werden im Kieler Traum-Kino Erotik-Kunstwerke gezeigt, die sich mit sexuellen Fetischen und der Inszenierung von Machtspielen beschäftigen. Zu allen Raritäten, die meist auf Englisch laufen, gibt es eine anschließende Publikumsdiskussion. Die Regisseure Frank-Peter Lenze („Der Pfandlaie“), Florian Mengel und Mike Fuhrmann („HardsCore“), Julie Simone („Service“) und Susanne Klein („Strenges Theater“) sind zu Gast, ebenso die Femdom-Bloggerin Domenique und ihr Sekretär aus der Schweiz. Abgerundet wird das dreitägige Festival durch die SM-Party FETISCH-TRAUM, zu der wieder über 300 Leute in Lack und Leder erwartet werden.
Das vollständige Programm ist zu finden auf www.fetisch-film-festival.de

Auch in diesem Herbst reiht sich in Berlin wieder ein Erotik-Event an das andere. Das ist eine gute Sache für alle, die extra dafür in die Hauptstadt reisen. Ich persönlich (als jetzt-wieder-Berlinerin) würde eine Verteilung der Veranstaltungen übers Jahr vorziehen. Bevor ich mich aber ins verruchte Vergnügen stürze, hier die Tipps für die erste Woche.
Beginn macht wie immer die (größte europäische) Erotikmesse Venus am Messegelände unterm Funkturm. Am Freitag gehts los, Fachbesucher dürfen schon am Donnerstag rein. Zu den Neuerungen in diesem Jahr gehört die Ladies Area, in die nur Frauen Einlass haben – und ein paar Stripper. Nur so, ohne störende Betrachter, könnten “sie ihrer Ekstase freien Lauf lassen” – so die Macher als Begründung ihrer Initiative. Dass vielen Frauen bei der Betrachtung von Männern allen Alters (!), die alles fotografieren/anfassen, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist, die Lust vergeht, spielt vielleicht auch eine Rolle.
Freunde des erotischen Films, die sich nicht mit den Massenproduktionen abfinden wollen, die auf der Venus feilgeboten werden, können aber aufatmen. Zum ersten Mal findet dieses Jahr und noch vor dem Porn Film Festival (dazu mehr in der nächsten Woche) eine Würdigung von Feministischen, fairen Porno statt. Mit “PorYes” hat die Sexpertin Laura Méritt zusammen mit ihrem Netzwerk “Freudenfluss” den 1. Feministschen Pornofilmpreis Europas ins Leben gerufen, der als Gütesiegel und Orientierung für alle dient, die nach frauen- und paarfreundlichen Alternativen zum Mainstream-Porno suchen. Die Auster bekommen nur Produktionen verliehen, die sich “durch eine sexpositive Darstellung der vielfältigen Ausdrucksweisen weiblicher Lust auszeichnen”. Wichtig ist der Jury auch das maßgebliche Mitwirken von Frauen an der Produktion – und zwar nicht nur vor der Kamera.
Für die Preisverleihung am Samstag, den 17. Oktober in den Hackeschen Höfen, an der zahlreiche Filmemacherinnen (auch als Laudatorinnen) teilnehmen, gibt es noch einige Karten. Man kann aber auch nur zur anschließenden Party geben, die mit Perfomances, Verleihung eines Publikumspreises und den schillernden Gästern sicher eine scharfe Angelegenheit sein wird.
Tipp:
Wer für PorYes keine Karten mehr ergattern kann, und/oder trotz allem mehr über die Pornoindustrie erfahren will, kann sich bereits am Donnerstag beim Erotischen Salonkino im Moviemento die spannende Dokumentation “9 to 5, Days in Porn” anschauen.