Das aktuelle Feigenblatt

Unsere Haut vermittelt den Reiz der Berührung, trägt die Schönheit nach außen. Seidenweiches Kopfhaar gilt als Kennzeichen hinreißender Weiblichkeit – doch muss der Körper wirklich haarlos sein? Das neue Feigenblatt mit hautnahen, haarigen und leidenschaftlichen Geschichten und Bildern.
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Über Feigenblatt

Die schönste Zeitschrift für die schönste Sache der Welt - mit Kurz­ge­schichten, Essays, Aktfotografien und aktuellen Rezensionen. Das erotische Kultur­magazin für sie und ihn – alle drei Monate zu einem neuen Thema.

Archiv: Standard

Theresa

Ein mutiges Leben

Gestern wäre sie 92 Jahre alt geworden: Aufklärungsikone Beate Uhse.

Vom kürzlich ausgestrahlten ZDF-Film waren wir ja kollektiv nicht ganz so begeistert – wer ihn verpasst hat und trotzdem mehr über die Erfinderin der Sexshops wissen will, hat jetzt im Beate Uhse Erotik-Museum Berlin die Möglichkeit dazu. Die Retrospektive “Beate Uhse – ein mutiges Leben” zeigt die wichtigsten Stationen im Leben einer ungewöhnlichen Frau, von der Kindheit in Ostpreußen, ihrem Traum vom Fliegen und schließlich der Flucht nach Flensburg. Deutschland liegt in Trümmern, und niemand will so recht ans Kinderkriegen denken, und so zeigt Beate, die die Methode von ihrer Mutter, einer der ersten Ärztinnen Deutschlands gelernt hat, anderen Frauen, wie man natürlich verhütet. Die daraus entstehende “Schrift X” ist der Grundstein für den ersten Sexshop der Welt.

Im Laufe ihres Lebens wird sie rund 2.000 mal wegen sittlicher Verstöße angezeigt, und das sowohl von Feministinnen als auch von Sittenwächtern. Doch auch ihr Privatleben skizziert die Ausstellung nach: Zweimal verheiratet, einmal verwitwet, geschieden, neunfache Großmutter und Ur-Oma: Frau Uhse konnte auf ein bewegtes Leben zurückblicken. Das Erotische Museum war ihr Herzenswusch, und auch über diese Retrospektive hätte sie sich sicherlich gefreut. Bis auf weiteres zu sehen im Berliner Erotik Museum, täglich von 9 bis 24 Uhr geöffnet.

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Theresa

Eine ganz heiße Nummer

Sex und Bayern gehören ja bekanntlich zusammen wie Brezn und Weißwurscht, das hat Marcus H. Rosenmüller mit “Sommer in Orange” gerade erst wieder souverän demonstriert, und Markus Goller legt mit seiner Sexhotlinesaga gerade ganz fulminant nach.

Ich bin jedenfalls fast gestorben vor Lachen, was in einer Pressevorführung mit drei anderen Kritikern durchaus ein bisschen peinlich sein kann. Ab 27.10. (Deutschland) bzw 3.11. (Österreich) im Kino – unbedingt anschauen, oder gleich eine Wallfahrt durch Bayerns schönste Orte unternehmen: Hier die Route von Kissing nach Petting, Blasen und Fucking:

Der Weg über Kissing, Petting und Blasen nach Fucking dauert ... on Twitpic

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Herbert Braun

Uhse verpilchert

Ich habe ein bisschen schlechtes Gewissen, weil wir Ihnen hier und im letzten Feigenblatt geraten haben, den heute Abend ausgestrahlten Uhse-Film nicht zu verpassen. Es gehört schon eine gewisse Kunstfertigkeit dazu, wie das ZDF mit so hochkarätigen Schauspielern, einer liebevollen Ausstattung und vor allem mit einer so wichtigen, bei aller Unglaublichkeit wahren Geschichte am Ende nur einen besseren Rosamunde-Pilcher-Film hinbekommen hat, in Flensburg statt in Cornwall. Eine alberne Rahmenhandlung (“Ich weiß so wenig über dich”, und sie erzählt ihr Leben) führte durch eine Geschichte, in der immer sofort klar war, ob einer gut oder böse ist, und der Schmalz-Soundtrack geigte die Emotionen dazu herbei.
War der Spielfilm Vintage-ZDF, näherte sich die anschließende Dokumentation eher RTL an (hui, eine Dildo-Party!). Dem Respekt für Frau Uhse selbst hat das keinen Abbruch getan – im Gegenteil. Sie wie auch ihr Stiefsohn, der Orion-Gründer Dirk Rotermund, beeindruckten in den Interviews mit ihrem bodenständigen, kämpferischen Optimismus. Trotzdem: schade um das Thema.

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Gulaim

Für einsame Stunden

Nachstellen auf eigene Gefahr!

via: this isn’t happiness

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Theresa

Schönste Ferienerlebnisse, Teil 2

Wissen Sie, was ein Camel Toe ist? Nein? Zum Glück gibt´s Wikipedia: Cameltoe oder auch Camel Toe (englisch wörtlich für „Kamelzehe“) bezeichnet in der amerikanischen Umgangssprache die Verformung der Kleidung im Schritt einer Frau, die bei sehr eng getragener Kleidung auftreten kann und einem „W“ gleicht
Danke.

Eine Problemzone, die vor allem die britische Frau beschäftigen dürfte, verwechselt sie doch gern Leggins oder auch Strumpfhosen mit einer reellen, tageslichttauglichen Unterleibsbekleidung. So ist es kaum verwunderlich, dass uns diese Anzeige auf dem Mädchenklo eines Londoner Pubs begegnete:

Optisch irgendwo zwischen Slipeinlage und den Plastikschabern die bei Enthaarungscreme dabei sind, hat man so wieder ein Teil, das man vor dem One Night Stand besser unauffällig in eine dunkle Ecke werfen sollte…oder lieber gleich was anständiges anziehen, dann gibt´s auch keinen Scheidenpilz!

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Gulaim

First Date Hell

Umso schlimmer das Date, desto mehr hat man zu erzählen – oder zu lachen. Und warum nicht andere daran teilhaben lassen? Rhodri Marsden sammelt Tweets von gescheiterten, peinlichen und skurrilen Dates:

„Met a bloke for what was supposed to be lunch. He told me he didn’t like what I was wearing and said I should go home and change.“

„One of my recent worst was when I went back to the guy’s place & he put ‘Top Gun’ on & recited it word for word. With ‘accents’.“

„Guy came to get me in his new Porsche. Before I got in, he put a towel on my seat because `girls can sometimes be sweaty down there´.“

via: www.firstdatehell.com

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Theresa

Schönste Ferienerlebnisse, Teil 1

Smooth Sailing am Plattensee auf der MS Clitoris! Danke Eva!

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Theresa

Extra Wiggle Room

“Das ist nicht unsere Zielgruppe”, war American Apparels knappe Antwort auf die Frage, warum man denn den Schulmädchenuniform-Faltenrock nicht in Größe L produzieren könne.

Das Unternehmen, das nebst dem ein oder anderen Mitarbeiter-Missbrauchsskandal auch für seine interessanten Anstellungskriterien bekannt ist, hat offensichtlich keinerlei Interesse daran, sein Hipstergewand an die normalgewichtige Frau zu bringen – L entspräche einer deutschen 40/42, die Durchschnittskleidergröße in den USA.

Zumindest bis jetzt: vor kurzem rief das Unternehmen mit großem Brimborium auf seiner Website dazu auf, sich als Übergrößemodel zu bewerben, für, tadaaah: Kleidung in Größe 40/42! Allein die Exotik, die “die neue Übergröße” umweht, wirkt eher beleidigend – doch auch beim Werbetext wurde sich gehörig im Tonfall vergriffen. So ist beispielsweise von “extra wiggle room” die Rede, zu Deutsch: “mehr Platz zum Rumschwabbeln”, dazu gibt es ein mehr oder weniger erniedrigendes Kandidatinnenranking – von “not quite” bis “XLent”.

Der 24jährigen Nancy Upton aus Virginia war die grausige Misswahl dann schließlich zu blöde: kurzerhand ließ sie sich von ihre Freundin in eindeutigen Posen ablichten: mit Essensbergen und einer Badewanne voll Ranchdressing: Ihr hätte einfach der herablassende Tonfall missfallen, mit dem American Apparel quasi den dicken Kindern erlaubt, auch mal mitzuspielen, erzählt sie im Interview mit Jezebel: And then, as corny as it sounds, it just occurred to me that based on their “Hey, come on, fatties, we want you to play, too” tone, wouldn’t it be kind of brilliant to respond in a, “Thanks for letting me play, just let me try put down the pizza, first” similar mocking tone. From there, I realized I knew a great photographer, I had a free couple of hours on Sunday and a little extra money in my pocket to drop on some ranch dressing and a chicken.Ich muss sagen, ich bin verliebt – und den Votern auf der AA-Homepage scheint es ähnlich zu gehen: ironischerweise hat Nancy mit ihrem kleinen Stunt nicht nur die Blogosphäre aufgemischt, sondern sich auch im PlusSizeModelcontest auf Platz 1 positioniert.
In ein paar Tagen wird die Siegerin offiziell bekanntgegeben – Nancy wird sich allerdings weigern, schreibt sie in ihrem Blog.

via: Tristan Taormino und Jezebel

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