Das aktuelle Feigenblatt

Leidenschaft, Verzückung und Seligkeit: Sex und Religion haben manches gemeinsam, sind sich aber oft spinnefeind. Das Feigenblatt geht dem Verhältnis zwischen Glaube und Lust auf den Grund und wirft einen Blick auf andere religiöse Traditionen.
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Über Feigenblatt

Die schönste Zeitschrift für die schönste Sache der Welt - mit Kurz­ge­schichten, Essays, Aktfotografien und aktuellen Rezensionen. Das erotische Kultur­magazin für sie und ihn – alle drei Monate zu einem neuen Thema.

Archiv: Standard

Theresa

Von Bunga-Bunga, Shibari und Twittersexualität

Jahresrückblicke gibt es dieser Tage ja einige, der schönste kommt von der Sexklinik und reicht „Aliaa – Ägyptens nackte BlogRebellin“ bis „Zoomorphismus & der Wall Street Banker“ – weil jede Zeit den Sex hat, den sie verdient. Unsere anscheinend zum Beispiel den chinesischen Spermasammelautomat.

Hier gibt´s den ganzen Jahresrückblick.

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Theresa

Da lacht der Bücherwurm

Gerade in der Prüfungsphase kann einem der, äh, Leistungsdruck an der Uni ja schon mal zu viel werden – wie allerdings der Boden im Herrenklo der University of St.Andrews so ausschaut, will ich dann doch lieber nicht ganz so genau wissen. Beim fleißigen Studieren sprudeln wohl nicht nur die Ideen…

Klick aufs Bild, dann lässt sich auch das Kleingedruckte entziffern – besonders die “weiteren Fragen” am Informationsschalter stell ich mir spannend vor. So please, go home and masturbate if you are bored.

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Theresa

Porn Film Festival 2011 – Nachlese

Bekanntlich lebt der Mensch ja vom Porno nicht allein, deswegen habe ich es mir das restliche Wochenende nicht ganz so hardcore gegeben wie an Tag Eins - dafür war ich Freitag noch beim DIY FEMINIST PORN WORKSHOP der wunderbaren Jennifer Lyon Bell, die ich auch für meine Diplomarbeit interviewen durfte – dazu aber an anderer Stelle mehr.

Die Gay Porn-Kurzfilme am Freitagnachmittag fand ich persönlich eher durchwachsen, aber MATES von Antonio da Silva bleibt im Gedächtnis: schnelle Liebe, schnell geschnitten, Fuck and Go im Web 2.0. Im Anschluss gab es MADAME X: eine indonesische Komödie um eine transsexuelle Superheldin, die mit den Waffen einer Frau mit Homophobie aufräumt – bunt und flippig, aber mit ernsten Untertönen. Regisseur Lucky Kuswandi hat fast ebensoviel Charme wie sein Film, in seinem nächsten Projekt sollen ein paar Senioren einen Kriminalfall lösen – die gehen in Indonesien nämlich viel zu selten ins Kino, erzählt er.

Am Samstag wurde es lekker: über Willem van Batenburg hat sich ja Herbert schon hier ausgelassen, ich habe mir anschließend INDIETRO angeschaut und war begeistert. Wie der Titel verspricht, wird die Story in “Memento”-Manier rückwärts erzählt – in superschicker “Eyes Wide Shut”-Optik lotet ein gelangweiltes Paar seine Grenzen aus, und nicht nur BDSM-Königin Madison Young, sondern auch ihr Gegenpart William van Noland schaffen es, tatsächlich auch schauspielerisch zu überzeugen. Kaufen Sie, schauen Sie! Ein absolutes Highlight.

Danach ging es mit der Spannungskurve bei mir leider etwas bergab: von “Inside Flesh”, den “Filmmakern in Focus” an diesem Abend, hatte ich bis jetzt nur einen Kurzfilm gesehen, der Plot in etwa: lethargische-ausgemergelte Emofrau lässt sich zu Industrialsound von Latexmonster mit Riesenschwengel schänden. Mensch, mal schauen was da noch kommt, dachte ich mir, und siehe da: lethargisch-ausgemergelte Emofrauen ließen sich zu Industrialsound von Latexmonster mit Riesenschwengel schänden! Nach der gefühlt siebzehnten Variation of the Same thing muss ich wohl irgendwie auf dem Gesicht meines Liebsten eingenickt sein und vor dem letzten Film schlagartig den Saal verlassen haben, falls da also noch irgendwas spannendes passiert ist, ab in die Kommentare damit! So kam es dann, dass mir die “New Tokyo Decadence-The Slave” entging – das Original “durfte” ich ja schon für unser wunderbares Filmsonderheft rezensieren, was mir eigentlich, ehm, auch schon gereicht hat.

Am Sonntag soll man sich ja bekanntlich höherem zuwenden, deswegen stand ART PORN auf dem Programm. War nicht alles super, aber die MOTHER OF PEARL von Ewelina Aleksandrowicz, in der Unterleib und Oktopus sich romantisch begegnen, sowie die LITTLE DEATHS von Ruth Lingford, einem Animationsfilm, der versucht, Orgasmen zu visualisieren, sind mir nachhaltig in Erinnerung geblieben.

Zum Abschluss gabs für mich N´SCHOT IN DE ROOS, den zweiten Langspielfilm von Willem van Batenburg. Mir hatte schon PRUMENBLOESEM am Tag zuvor sehr gut gefallen, und auch hier ist das Zusammenspiel von cheeky “Story” (eine Frau wird von ihrem Ehemann “ausgetrickst”, doch mal mit einem anderen zu vögeln, durchschaut seinen perfiden Plan und rächt sich mit halb Amsterdam), flotten Retrohipsterdarstellern und doppelt lustigen Dialogen (“jooo jooo, dat isch feiin!” oder so, liebevoll untertitelt von Jennifer Lyon Bell) gut aufgegangen. Dass Willem van Batenburgs Karriere als Pornoregisseur nach diesem Film von 1983 ein abruptes Ende fand, hat einen eher traurigen Grund: Aids kam auf, und niemand wusste so recht, was das ist, und wie man damit umzugehen hat. Inzwischen schreibt er erotische Kurzgeschichten.
Hauptdarstellerin Diana de Koning, die gemeinsam mit dem Regisseur anwesend war, sieht immer noch top aus und beschreibt die Dreharbeiten im Publikumsgespräch als “väry nice föcking” – so oder so ähnlich kommt das in den Filmen auch rüber, auf jeden Fall bedenkenlos für den Heimgebrauch geeignet und in Holland angeblich inzwischen allgemeingültig-cineastisches Kulturgut.

Eine Erfolgsgeschichte, die sich auch auf das Festival übertragen lässt: mal wieder wurden alle Besucherrekorde gebrochen, und das zu recht, wie ich finde, denn nirgendwo sonst gibt es so viel Raum für Schräg-Experimentell-Abstruses, und immer mal zwischendrin: absolut Großartiges. Ich freu mich sehr aufs nächste Jahr!

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Herbert Braun

Die Welt, der Sex und das Weltbild

Die Tageszeitung “Die Welt” befeuert gerade einen Streit, der sich um das Unternehmen Weltbild in den letzten Jahren hochgeschaukelt hat. Weltbild, angeblich der größte deutsche Buchhändler (meiner Meinung nach sind Amazon und Thalia größer, aber was soll’s), gehört zu 100 Prozent der katholischen Kirche, benimmt sich aber nicht so. Trotz seines Namens tritt das Unternehmen als ganz normaler Versand- und Ladenbuchhändler mit ganz normalem Programm auf – mit den Worten der “Welt” ausgedrückt, verkauft Weltbild auch “Sexbücher, Gewaltverherrlichung, Esoterik, Magie und Satanismus”.

Ich mag Weltbild nicht und es liegt mir eigentlich fern, dieses Unternehmen zu verteidigen. Der Vorwurf der Bigotterie ist weiß Gott (um im Bild zu bleiben) nicht neu. Aber interessant finde ich die Stoßrichtung der Kritik. Schießt der “Welt”-Artikel gegen Esoterik-Helfer, die Weltbild verkauft? Gegen blutrünstige Thriller? Gegen gewissenlose Unternehmer-Ratgeber?

Nein. Der Welt-Artikel trägt den Titel “Katholische Kirche macht mit Pornos ein Vermögen”.

Der sogenannte Weltbild-Skandal (der, um das nochmal zu wiederholen, seit Jahren jedem bekannt sein konnte) stellt Geld und Moral gegeneinander auf. Gemeint ist damit: Porno-Schund versus katholische Kirche. Moral, das schließt erotische und pornografische Romane aus – das ist so selbstverständlich, dass der Artikel das nicht weiter erwähnt.

Die Anti-Weltbild-Kampagne hat sich vor allem gegen die Bücher von Blue Panther eingeschossen (Disclaimer: das ist ein ehemaliger Werbekunde von uns). Das ist nicht die Art von Büchern, auf die ich persönlich stehe, aber ich möchte nicht in einer Gesellschaft leben, die es mir schwermacht, solche Romane zu kaufen. Ich glaube, ich werde nie verstehen, warum es gesellschaftlich eklig ist, über Sex zu fantasieren, aber völlig okay, wenn man zum Beispiel lustige Mord-Komödien veröffentlicht. Die “Welt” versteigt sich sogar zu der Behauptung, Blue Panther habe wegen seiner schmutzigen Bücher nicht einmal einen Stand auf der Frankfurter Buchmesse bekommen – Halle 4.1, Stand B141, ihr Recherche-Profis.

Nicht vergessen: Der Artikel kommt von Springer, dem Fachverlag für Bigotterie. Der Verlag, der “Wir sind Papst” erfunden hat und ein paar Seiten weiter die Callgirl-Telefonnummern auflistet (ich finde Prostitution problematischer als Pornografie). Der Verlag, der jede schmutzige Sexgeschichte groß aufbläst und einen legendären Vatikan-Korrespondenten hat.

Gern hätte ich geschrieben: Wenn Die Welt auf das Weltbild einschlägt, kann es nur Gewinner geben. Aber ich fürchte, am Ende wird der Streit mal wieder auf dem Rücken der Kunst- und Meinungsfreiheit und der perversen Schmutz-Leser (also Sie und ich) ausgetragen. Ich hoffe wenigstens, dass Blue Panther von der Gratis-PR profitiert.

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Theresa

Porn Film Festival 2011, Tag 1

Wie überlebt man 12 Stunden Pornokonsum am Stück? Gute Vorbereitung ist alles. Nebst ein paar prophylaktischen Besuchen im örtlichen Yogastudio zum Training von Rücken- und Gesäßmuskulatur empfiehlt sich nach wie vor der Erwerb von kleinformatigen Lebensmitteln, die spontan inhaliert werden können, wenn zwischen den Screenings, die man eigentlich alle sehen will, mal wieder keine Zeit bleibt, aus dem Kino zu rennen um einen Döner zu verstoffwechseln.

Auch sonst ist ein starker Magen manchmal von Vorteil, etwa wenn Plastikeinhörner Penisspitzen penetrieren bis es blutet, wie in GANG BANG BARBIE (mir egal ob das echt war oder nicht! Aua! Bäh!), oder ein ausgestopfter Fuchs mit einer Jelly-Vagina upgegradet wird (so gesehen in STUFFED).

So oder so ist das Porn Film Festival für uns Freaks sozusagen das Osterhasenchristkind im Latexkrankenschwesternkostüm, und wieder hier zu sein, fühlt sich an wie ein queeres Klassentreffen der Absonderlichkeiten – absonderlich nicht nur, weil sich tatsächlich alle freuen, einander wiederzusehen.

Es wird sich geküsst, in tausend Sprachen gleichzeitig geplappert. „Have Fun“, schreit es über den Gang, „Have Fetish“, kommt der Schmalspurwitz zurück. Im ersten Panel gibt es nämlich die Qual der Wahl zwischen „Fun Porn“ und „Fetish Porn“, bei mir fällt sie auf letzteres, und ich werde nicht enttäuscht. Neben eingangs erwähntem Pussyfuchs gab es viel zu sehen, vom schwulen SM-Kurzfilm „SPRING“, der sogar vom British Film Council gefördert worden war, über Manon des Gryeux „AUTO FUCK“ (man muss es fast selbst gesehen haben), bis hin zur Badewannen-Pieselnummer von Roy Raz. Besonders berührt hat mich „EGG“, und das liegt nicht nur daran, dass Sadie Lune und Kay Garnellen während der Vorstellung ein ebensolches durch die Kinoreihen reichen ließen. Eine Ode an Sexualität und Fruchtbarkeit, in glitschigen Close-ups mit Sigur Ros-Soundtrack und zwei ungewöhnlichen Hauptdarsteller/innen. „Well, I kind of like food in general“, so Sadie Lunes trockene Erklärung für die Zweckendfremdung.

Überhaupt ist es immer wieder toll, die Filmemacher, die oft auch Protagonisten sind, nach den Screenings persönlich kennenlernen zu können – nicht nur, um über Beweg- und Hintergründe sprechen zu können, sondern auch, weil man schon weiß, wie sie untenrum aussehen, was meistens ebenso lustig wie merkwürdig ist.

Im anschließenden „Female Porn“- Kurzfilmpanel gabs dann eine kleine Überraschung aus den eigenen Reihen: die Eheleute Braun auf Großleinwand, und das im Kurzfilm „Cum Different- Frauen machen´s anders“, den Katharina Szmidt größtenteils auf dem letztjährigen Festival gedreht hat. Da hat sie unter anderem auch die Feigenblatt- Chefetage zu guter und schlechter Pornographie befragt, ich erinnere mich an Ausdrücke wie „Stanzmaschinen“ aus dem Munde des Herrn Vorgesetzten, ein Must See also!
Weiters toll war „KAKTUS“, eine schräge Liebesgeschichte um eine Frau mit Vergewaltigungsfantasien und ihren dafür engagierten Callboy.

„VACATION“, der neue Film von Zach Clark, der letztes Jahr mit „Modern Love is Automatic“ das Festival eröffnet hat, kann mit dem Erstling nicht ganz mithalten, ist als eine Art lesbisches Sex and The City Noir am Strand jedoch dennoch sehr sehenswert.

„Hat dir was so gut gefallen, dass du einen Ständer bekommen hast?“ tuschelt es neben mir auf französisch vor Kinoeinlass. „Alter, den hab ich ungefähr seit heute morgen um elf“. Beim kollektiven Kicheranfall der süßen Jungs zucken wohl auch meine Mundwinkel verräterisch. „Ah, tu comprends?“ Romain und Hédi sind mit „ROSAMOUR“ hier, der in der Shorts Film Competition läuft. Zu sehen gibt es ihre beiden absurd beweglichen Bäuche in Halbtotale, die in einer Art Tanz miteinander zu kommunizieren scheinen. Verspielt, zärtlich, ein bisschen merkwürdig – ich bin begeistert, nicht nur von den Jungs.

Auch Maria vom Toytool Committee hat mir beim Quatschen im Kino von ihrem Kurzfilm L´AMOUR ET LA VIOLONCE erzählt. „You have to see it, it´s beautiful!“ – Wir sehen ein lesbisches Paar beim Schmusen vor einer Leinwand, auf die ein Boxkampf projiziert ist. Maria soll Recht behalten.

RP Kahl folgt mit MIRIAM offensichtlich unserem Ruf nach mehr männlichen Masturbationsszenen und legt mutig gleich selbst Hand an. Löblich, löblich – auch wenn es angesichts der vielen Schwänze, die an diesem Kinotag gerubbelt wurden, noch etwas mehr braucht, um – zumindest mich – endgültig vom Hocker zu reißen.

Travis Mathew´s IN THEIR ROOM, BERLIN zum Beispiel. Sein Teaserfilm I WANT YOUR LOVE war ja mein Highlight letztes Jahr, dass er nun als „Filmmaker in Focus“ portraitiert wurde, freut mich deshalb natürlich besonders. Semidokumentarisch zeigt Mathesw hübsche schwule Männer in ihren eigenen vier Wänden und zeichnet so ein bittersüß – berührendes Bild vom Leben und Lieben in der Großstadt, der Suche nach Intimität und Vertrautheit, oder doch einfach mal Sex. „Das sollte man Schulkindern zeigen!“ meint ein Typ im Publikum.

Nicht nur die würden an so einem Tag viel neues sehen – das Porn Film Festival steht auch 2011 für neue Perspektiven auf eigentlich althergebrachtes, ungewöhnliche Zugänge zu ungewöhnlichen Themen, und einen schwirrenden Kopf voll wilder, neuer Eindrücke.

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Theresa

Ein mutiges Leben

Gestern wäre sie 92 Jahre alt geworden: Aufklärungsikone Beate Uhse.

Vom kürzlich ausgestrahlten ZDF-Film waren wir ja kollektiv nicht ganz so begeistert – wer ihn verpasst hat und trotzdem mehr über die Erfinderin der Sexshops wissen will, hat jetzt im Beate Uhse Erotik-Museum Berlin die Möglichkeit dazu. Die Retrospektive “Beate Uhse – ein mutiges Leben” zeigt die wichtigsten Stationen im Leben einer ungewöhnlichen Frau, von der Kindheit in Ostpreußen, ihrem Traum vom Fliegen und schließlich der Flucht nach Flensburg. Deutschland liegt in Trümmern, und niemand will so recht ans Kinderkriegen denken, und so zeigt Beate, die die Methode von ihrer Mutter, einer der ersten Ärztinnen Deutschlands gelernt hat, anderen Frauen, wie man natürlich verhütet. Die daraus entstehende “Schrift X” ist der Grundstein für den ersten Sexshop der Welt.

Im Laufe ihres Lebens wird sie rund 2.000 mal wegen sittlicher Verstöße angezeigt, und das sowohl von Feministinnen als auch von Sittenwächtern. Doch auch ihr Privatleben skizziert die Ausstellung nach: Zweimal verheiratet, einmal verwitwet, geschieden, neunfache Großmutter und Ur-Oma: Frau Uhse konnte auf ein bewegtes Leben zurückblicken. Das Erotische Museum war ihr Herzenswusch, und auch über diese Retrospektive hätte sie sich sicherlich gefreut. Bis auf weiteres zu sehen im Berliner Erotik Museum, täglich von 9 bis 24 Uhr geöffnet.

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Theresa

Eine ganz heiße Nummer

Sex und Bayern gehören ja bekanntlich zusammen wie Brezn und Weißwurscht, das hat Marcus H. Rosenmüller mit “Sommer in Orange” gerade erst wieder souverän demonstriert, und Markus Goller legt mit seiner Sexhotlinesaga gerade ganz fulminant nach.

Ich bin jedenfalls fast gestorben vor Lachen, was in einer Pressevorführung mit drei anderen Kritikern durchaus ein bisschen peinlich sein kann. Ab 27.10. (Deutschland) bzw 3.11. (Österreich) im Kino – unbedingt anschauen, oder gleich eine Wallfahrt durch Bayerns schönste Orte unternehmen: Hier die Route von Kissing nach Petting, Blasen und Fucking:

Der Weg über Kissing, Petting und Blasen nach Fucking dauert ... on Twitpic

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Herbert Braun

Uhse verpilchert

Ich habe ein bisschen schlechtes Gewissen, weil wir Ihnen hier und im letzten Feigenblatt geraten haben, den heute Abend ausgestrahlten Uhse-Film nicht zu verpassen. Es gehört schon eine gewisse Kunstfertigkeit dazu, wie das ZDF mit so hochkarätigen Schauspielern, einer liebevollen Ausstattung und vor allem mit einer so wichtigen, bei aller Unglaublichkeit wahren Geschichte am Ende nur einen besseren Rosamunde-Pilcher-Film hinbekommen hat, in Flensburg statt in Cornwall. Eine alberne Rahmenhandlung (“Ich weiß so wenig über dich”, und sie erzählt ihr Leben) führte durch eine Geschichte, in der immer sofort klar war, ob einer gut oder böse ist, und der Schmalz-Soundtrack geigte die Emotionen dazu herbei.
War der Spielfilm Vintage-ZDF, näherte sich die anschließende Dokumentation eher RTL an (hui, eine Dildo-Party!). Dem Respekt für Frau Uhse selbst hat das keinen Abbruch getan – im Gegenteil. Sie wie auch ihr Stiefsohn, der Orion-Gründer Dirk Rotermund, beeindruckten in den Interviews mit ihrem bodenständigen, kämpferischen Optimismus. Trotzdem: schade um das Thema.

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