Erotikmagazin Feigenblatt – Magazin für Erotisches. Das erotische Kulturmagazin für Frauen und Paare
Das aktuelle Feigenblatt
Unsere Haut vermittelt den Reiz der Berührung, trägt die Schönheit nach außen. Seidenweiches Kopfhaar gilt als Kennzeichen hinreißender Weiblichkeit – doch muss der Körper wirklich haarlos sein? Das neue Feigenblatt mit hautnahen, haarigen und leidenschaftlichen Geschichten und Bildern. Jetzt reinblättern ...
Die schönste Zeitschrift für die schönste Sache der Welt - mit Kurzgeschichten, Essays, Aktfotografien und aktuellen Rezensionen. Das erotische Kulturmagazin für sie und ihn – alle drei Monate zu einem neuen Thema.
Was man an einem Menschen sehen und spüren kann, ist seine Haut: Es ist das Organ, das unser Aussehen bestimmt und alle Berührungen weitergibt. Ähnlich viel Aufmerksamkeit widmen wir unseren nahezu nutzlosen Haaren: Die einen, am Kopf, sollen vor allem bei Frauen seidig weich aussehen, während alle übrigen Härchen Rasierklinge und Waxingstreifen zum Opfer fallen müssen – oder gilt dieses Modediktat vielleicht gar nicht mehr? Feigenblatt 27 widmet sich einer tiefgründigen Betrachtung unserer Oberfläche. Doch noch mehr: Weil “mit Haut und Haar” gerade die Empfindungen bezeichnet, die unter die Haut gehen, haben wir außerdem nach besonders intimen, zärtlichen Texten und Bildern gesucht – zum Beispiel die Bildstrecke von NuJolie mit zwei leidenschaftlichen Frauen oder stayhungrys Begegnung mit Laura.
Haare ließ unsere Mitarbeiterin Theresa beim Interview mit einer Waxing-Meisterin, während Times-Kolumnistin Caitlin Moran temperamentvoll für den Erhalt der (ich zitiere) “F***enfelle” plädiert. Außerdem entschlüsselt Theresa die erotische Botschaft von Kopf- und Körperhaaren und erklärt, warum sie sich die Haare neuerdings grau färbt. Für Liebhaber rothaariger Frauen hat Erophil-Mitglied Maurice Schuhmann die Literaturgeschichte durchkämmt.
Von allen Seiten betasten und beriechen wir in einem Essay die Haut. Hanna reflektiert über die Spuren nach lustvollen Torturen, und Franziska Barth setzt Zeichen auf ihrer und ihres Liebhabers Haut. Wie immer als Zugabe: Rezensionen, Kunst, Lyrik, Erzählungen, Fernsehtipps, neue Produkte.
Versäumen Sie nicht unsere erotischen Haarspaltereien und gehen Sie mit uns unter die Haut: Wie immer für 6 Euro im Fachhandel oder direkt bei uns. Wegen Babypause gibt’s das nächste Feigenblatt erst im November!
Mit seinem Bekenntnis zur Homo-Ehe hat es Präsident Obama auch in die hiesigen Medien geschafft. Die Berichte darüber erwähnen die hitzigen Debatten in den USA und vermerken, dass die Homo-Ehe in der großen Mehrheit der US-Bundesstaaten verboten ist. Beim aufgeklärten Zuschauer kommt an: Ach, dieses rückständige moralkonservative Land mit seinen religiösen Eiferern.
Beim USA-Bashing bin ich immer gern dabei, aber es gibt für uns keinen Grund zum Hochmut. Das “Lebenspartnerschaftsgesetz“, das die Verbindung gleichgeschlechtlicher Partner regelt, gilt auch in Deutschland erst seit gut zehn Jahren. Seine Verabschiedung wurde damals von wütenden Auseinandersetzungen begleitet. Die Familie als moralischer Kern des Gemeinwesens stand auf dem Spiel, der Untergang des Abendlandes drohte. Und schließlich: Die sogenannte Homo-Ehe ist nicht gleichwertig mit einer echten Ehe. Sie untersteht nicht dem besonderen Schutz des Grundgesetzes und muss auf viele der finanziellen Privilegien der Ehe verzichten.
Beim besten Willen verstehe ich die Gegner solcher Verbindungen nicht. Ist für sie die Ehe ausschließlich eine Gemeinschaft zur Produktion und Aufzucht von Kindern? Aber dann müssten kinderlose Ehen anders behandelt werden und das Eheverbot auch für Frauen ab Mitte vierzig gelten. Im übrigen haben auch manche Homosexuellen Kinder oder versuchen, welche zu bekommen.
An die Grenzen seiner ehelichen Toleranz ist der der deutsche Gesetzgeber erst vor einem Monat gestoßen. Es ging um den ziemlich ungewöhnlichen Fall von Bruder und Schwester, die getrennt voneinander aufwuchsen, sich verliebten und vier Kinder in die Welt setzten. Eine Straftat, befanden die Richter und schickten den Mann ins Gefängnis, und der europäische Gerichtshof für Menschenrechte nickte dazu. Um das heilige Ideal der Familie zu schützen, wurde diese zerstört. Wohlgemerkt: Beim Inzestverbot geht es nicht um die Wahrung der sexuellen Selbstbestimmung, sondern um ein Sex- und Eheverbot zwischen Geschwistern. Grund dafür ist offensichtlich die Angst vor erbkrankem Nachwuchs – nur traut sich der Gesetzgeber das nicht auszusprechen, weil er dann eine Büchse der Pandora aufmachen müsste, in der unter Beischlafverboten von erbkranken Menschen und Behinderten als Bodensatz die Zwangssterilisationen im Dritten Reich durchschimmern würden.
Ohne jede Romantik betrachtet machen zwei Dinge die Ehe aus: Die Partner räumen sich gegenseitig viele Rechte ein und genießen steuerliche Vergünstigungen. Als kinderlose Doppelverdiener haben wir einige Jahre lang von den finanziellen Privilegien der Ehe profitiert. Unsinnig sind sie trotzdem. Am liebsten wäre mir, der Staat würde sich nicht nur aus den Schlafzimmern, sondern auch aus den Beziehungen heraushalten und seine familienpolitischen Segnungen auf diejenigen verteilen, die allein, zu zweit oder meinetwegen als zehnköpfige Sex-Kommune Kinder großziehen (das denke ich nicht erst, seit ich Vater bin).
Neulich hat mich Franzi für ihre Diplomarbeit “Meine Lust mach ich mir selbst. Mediale Möglichkeitsräume für eine kontroverse Auseinandersetzung mit selbstbestimmter Sexualität. Historische Blicke. Postmoderne Labore” interviewt.
In dieser Frage ging es, glaub ich, um den didaktischen Gehalt von Pornographie – ein Thema, das mich nicht erst seit dem Filmsonderheft
Lügen ist der größte Spaß, den ein Mädchen haben kann, ohne sich auszuziehen – wobei sich danach quälend langsam entblättern zu lassen wirklich auch nicht schadet, würd ich jetzt mal so in den Raum stellen.
München und Erotik sind ja normalerweise keine Begriffe, die man unmittelbar miteinander verknüpfen würde. Dass das auch anders geht, zeigte sich dieses Wochenende auf der Münchner Erotikmesse, zu der das Feigenblatt exklusiv eingeladen war.
Neben innovativem Spielzeug hebt sich die Messe besonders durch ihren bislang einzigartigen Nasszonenbereich hervor. Zunächst